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Christoph - Graupner - Schule

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Selbstgebauter Roboter

Das Projekt
"Roboter"

Am Anfang stand die Idee!

Inspiriert von einer Ausschreibung der „Stiftung Lesen“ wollten 8 Schüler der Christoph-Graupner-Schule einen eigenen Schulroboter bauen.
Die Schüler der Gruppe sind zwischen 14 und 17 Jahre alt und haben in dieser Zusammensetzung noch nie miteinander gearbeitet.

Zunächst packten wir das Paket der „Stiftung Lesen“ aus und lasen die Geschichte von Tesalina und Tesalino. Da die Schüler nur sehr begrenzt lesen können, musste zum größten Teil vorgelesen werden. Die Schüler hörten interessiert zu, entschieden sich aber nach kurzer Zeit statt für die Fortsetzungsgeschichte erst einmal für den Bau eines eigenen „Schulroboters“.

Also begannen wir mit der Arbeit.

Wie sieht eigentlich ein richtiger Roboter aus? Das Internet musste aushelfen und wir sahen uns viele Bilder am Computer an. Danach wurden Ausmalbilder ausgedruckt und von den Schülern in vielfacher Art und Weise bearbeitet.

Schüler beim Ausmalen Schüler beim Ausmalen

Anschließend gab es dann die Möglichkeit, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen und eigene Formen zu Papier zu bringen. Einer der Schüler nahm die Gelegenheit wahr und malte große Roboter an die Schultafel.

Schüler zeichnet Roboter Großes Roboter-Bild an der Tafel

In den nächsten Tagen war das Thema „Malen“ immer wieder aktuell. Da sich die Gruppe immer nur einmal wöchentlich trifft, vergingen die nächsten beiden Wochen mit Malen, Erzählen, Funktionen erfinden und mit ersten Überlegungen, wie unser Schulroboter wohl aussehen könnte.

Bald war allen klar – unser Roboter sollte „klassisch“ aussehen. Er brauchte einen Kopf, Arme, Hände, Beine, Füße und natürlich einen Körper. Die Idee aus der Geschichte von Tasalina und Tesalino, dass ein Roboter etwa so aussieht wie ein „Videorekorder auf Ketten mit Antennen dran“ gefiel den Schüler nicht.

Der Roboter (der noch keinen Namen erhalten hatte) sollte aus Material gebaut werden, das in der Schule vorrätig war. Nichts sollte extra gekauft werden. Der Körper sollte stabil werden und überall sollten „Roboter-Spezial-Teile“ angebracht werden. Diese Teile fanden wir an defekten Computern und bei gespendeten Dingen, die die Schüler und Kollegen von Zuhause mitbrachten. Die Materialsammlung ergab eine Menge verwertbarer Teile.

Alte Computerteile Schüler sichten das gesammelte Material Große Pappröhre Waschmittelkarton

Und dann konnte die Arbeit beginnen. Es wurde gemessen und gezeichnet, gerechnet und geschätzt, es wurde Werkzeug besorgt und Arbeitsschritte geplant. Es wurden Jobs verteilt und Regeln erstellt.

Und endlich konnten die Schüler mit der Arbeit beginnen, auf die sie sich die ganzen Wochen schon gefreut hatten – das Sägen und Bohren, Kleben und Schrauben.

Holzsitz von altem Hocker messen Sitz zersägen Sitz in Werkbank einspannen Brett zersägen Ecken abschmirgeln Schüler zerreißt Zeitung

Eine Woche vorher hatten die Schüler beschlossen, dass alle Computerteile, die gefunden würden, mit Pappmachee an dem Roboterkörper befestigt werden sollte. Dafür brauchten wir natürlich eine riesige Menge Tageszeitungen. Die mussten zunächst mal gesammelt werden. Dann kam wieder eine Arbeit, die Spaß machte. Die Zeitungen mussten zunächst in lange Streifen gerissen werden. Ein Schüler tat dies mit großem Eifer.

Als nächstes soll der Roboter einen Namen erhalten. QZJP12 (wir sprechen „Kuzip12“) wie in der Geschichte soll er auf jeden Fall nicht heißen.

Eine Woche später!
Die Schüler haben viele Namen gesammelt, aber ein so richtig „robotischer“ ist nicht dabei. Also müssen wir neu überlegen. Unsere Schule heißt „CGS“, in unserer Arbeitsgruppe sind 7 Schüler. Wir spielen ein wenig mit den Buchstaben und Zahlen und einigen uns auf „C7GS“. Unser Roboter heißt

C7GS

Dann gehen wir wieder an die Arbeit. Heute wollen wir die Beine montieren und den Kopf zusägen. Wir befestigen zunächst den Rohling für den Kopf an einem Tisch. Dazu benutzen wir Schraubzwingen.x Danach versuchen wir uns mit der Säge. Wir benutzen einen Fuchsschwanz und zwei der Schüler geben ihr Allerbestes. Und nach 20 Minuten ist es geschafft – der Kopf des Roboters C7GS liegt vor uns.

Schüler sägt Stück von Pappröhre ab

In der Zwischenzeit haben andere Schüler die Beine und die Hüfte an den Körper montiert. Sie mussten dazu bohren, sägen, kleben und schrauben. Auch sie schafften es in 25 Minuten.

Brett für die Hüfte durchbohren

Während der Arbeit machten wir noch ein lustiges Foto. Was da wohl zu sehen ist?

Am Ende der Unterrichtsstunde sah C7GS so aus. Nach den Osterferien geht es weiter.

Waschmittelkarton auf zwei Beinen

Die Ferien sind vorbei und die Arbeit an C7GS kann weiter gehen. Leider müssen wir feststellen, dass wir mit der Arbeit bis Einsendeschluss nicht fertig werden. Trotzdem machen wir weiter. Heute wollen wir mit dem Kopf beginnen.

Beine, Bauch und Kopf nebeneinander aufgebaut

Zunächst schneiden wir ein Brett genau auf Maß. Es muss so auf den Körper gesetzt werden, dass wir Kopf und Schulter daran festschrauben können. Nach dem Zusägen werden die Kanten so abgeschliffen, dass sich niemand mehr daran verletzen kann.

Brett zersägen Kanten abschleifen

Den Kopf hatten wir schon in der letzten Stunde von einer Riesen-Papprolle abgesägt, heute werden wir ihn montieren. Dazu bohren wir ein Loch in eine Seite der Rolle. Da wird dann später eine lange Flügelschraube reingesetzt und mit der Schulter verbunden. In der Zwischenzeit haben zwei Schüler schon einmal den Hals zugesägt und leicht abgerundet. In die Rundung kommt der Kopf, die flache Seite wird in die Schulter eingesetzt. Ob das klappt, sehen wir nächste Woche.

Und weiter geht´s mit der Montage des Kopfes und der Schulter: Zunächst muss die Schulter auf die richtige Größe gebracht werden. Danach wird das Loch für den Hals gebohrt. Später wird dann ein Holzdübel reingesteckt und da kommt der Hals drauf. Natürlich gehört auch in den Hals ein identisches Loch, sonst funktioniert unsere Idee eines beweglichen Kopfes nicht.

Schüler bohrt Loch für den Hals

Jetzt brauchen wir den passenden Holzdübel. Der wird auf die richtige Länge zugeschnitten und anschließend mit dem Hals verbunden. Zum Schluss muss noch die Flügelschraube zum Befestigen des Kopfes auf dem Hals verklebt werden

Die Schulterplatte muss noch mit dem Körper verbunden werden, das geht am besten mit Leim. Als Abschluss des Tages werden die Arme zusammengesetzt und verschraubt. Im Schultergelenk werden beide Arme beweglich verschraubt.

Schüler beim Leimen Anschrauben der Arme

Sieht doch schon ganz gut aus, oder?

Schüler sitzen um den fertigen Roboter-Körper

Die nächste Unterrichtsstunde beginnt mit dem Ansetzen des Kleisters. Es ist witzig: man schüttet Wasser und Pulver zusammen, rührt ein paar Mal um und schon kommt Kleister raus.

Zwei Schüler rühren Leim an

Danach ging es los! Der Kleister wurde mit einem Pinsel auf dem Roboter verteilt. Anschließend konnten wir die Papierschnipsel darauf verteilen und noch einmal mit Kleister verstreichen.

Zwei Schüler bekleben den Körper mit Zeitungsschnipseln Einer beklebt den Kopf

Ganz schön viel Arbeit!
Aber es lohnt sich!

Mit Schnipseln beklebter Roboter-Körper

So langsam drängt die Zeit, das Schuljahr neigt sich dem Ende zu.

Ein Schüler, der sein Praktikum in der Schule macht, nimmt an einem Morgen die Herausforderung an: Er will den Roboter jetzt fertig bauen! Gemeinsam mit einem Betreuer aus dem Projekt macht er sich an die Arbeit: Noch ein wenig Holzarbeit, damit auch alles an seinen Ort kommt.

Schüler zersägt Brett

Danach konnte die Feinarbeit beginnen. Es wurden Kabel verlegt, Elektroteile montiert und verbunden. Zum Schluss kam noch die Heißklebepistole zum Einsatz.

Teile ankleben mit der Klebepistole

Und endlich sah C7GS so aus:

Fertiger C7GS

Jetzt fehlt eigentlich nichts mehr. Wir bauen nur noch einige Lüftungsschläuche und modische Elemente an und dann ist C7GS fertig.

Die Arbeit hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht.

UND ES HAT SICH GELOHNT!


 
 
 
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