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Christoph - Graupner - Schule

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Vier Beine für ein Hallejuja
…oder, wo ist mein Platz in der Gemeinde?

Schülergruppe

Sechs Schüler und Schülerinnen der Werkstufe der Christoph-Graupner-Schule in Darmstadt machen sich an die Arbeit. Ein Platz in der Gemeinde (oder Gesellschaft) soll gefunden und als Symbol dafür ein Stuhl-Bausatz fertig gestellt und gestylt werden.

Zunächst werden Ideen gesammelt (bemalen, verkehrt zusammensetzen, schreddern, Rollen dran bauen, Löcher bohren und viele mehr). Wir erkennen, dass es für jeden von uns einen eigenen Platz geben muss.

Eines ist aber schnell klar: BUNT MUSS ER WERDEN, DER STUHL!

Und dann geht es los. Zunächst wird der Bausatz ausgepackt und ausgiebig untersucht.

Alle stehen um einen Tisch und betrachten den Bausatz

Anschließend setzen sich die Schüler hin und malen „ihren Platz“. Wer nicht selbst malen kann, darf ein Bild aus der Bauanleitung ausmalen. Ziemlich bunt und phantasievoll geht es da zu.

Schüler beim Malen

In der nächsten Stunde gibt es eine neue Aufgabe: Wir suchen im Werkraum nach Material, das zu einem Test-Stuhl zusammengebaut werden könnte. Schnell ist alles gefunden. Eine Platte als Rücken, ein Holzstück als Sitzfläche, zwei Holzstäbe als Stuhlbeine. Die Farben „Grün, Blau und Rot“ werden ausgewählt und schon geht es los mit der Arbeit.

Stuhlteile werden ausgemessen Ein Stuhlbein wird rot bemalt

Nach zwei Stunden ist der erste Schritt getan. Nun muss „das Teil“ nur noch zusammengebaut werden.

Stuhlteile in rot, grün und grau

In der nächsten Stunde wird der „Teststuhl“ zusammengesetzt und verschraubt. Das ist gar nicht so einfach, er soll ja auch halten und gut aussehen. Also müssen die Schüler die genauen Punkte für die Schrauben ausmessen und anbohren. Der Rest ist dann fix erledigt. Ponal und Holzschrauben sorgen für guten Halt.

Schrauben reindrehen

Es kommt ein exklusives Designerstück heraus, das sogar einen Schüler aushält.

Der Designerstuhl

Am nächsten Tag beschäftigen wir uns wieder mit dem Thema „Wie soll unser Stuhl aussehen?“ Diesmal wählen wir Ton als Material. Wir arbeiten etwa 2 Stunden und heraus kommen unter Anderem folgende Werkstücke.

Tonmodell Stuhl, Tisch und Männchen aus Ton

In der nächsten Stunde soll es dann mit dem Originalstuhl richtig losgehen.

Der Bausatz

Erste konkrete Ideen werden ausgetauscht. Ein paar Kostproben:

Zunächst muss die Bauanleitung gelesen und alle Teile noch einmal überprüft werden. Danach kann die Arbeit beginnen. Die Teile werden begutachtet, verleimt, vermessen, verdübelt und verschraubt.

Zwei Mädchen arbeiten mit Holzhammer Stuhllehne wird zusammengebaut Schrauben im Stuhlbein werden festgezogen

Und dann ist der Stuhl fertig. Wenigstens die Rohform des Stuhles ist fertig. Alle Schüler probieren ihn gleich einmal aus. Denn er soll ja stabil sein, unser Platz in der Gemeinschaft.

Mädchen sitzt auf Stuhl Der fertige Stuhl

Weiter geht es mit der Frage, in welcher Farbe der Stuhl bemalt werden soll. Man einigt sich auf die Farbe Rosa, denn schließlich sieht unser Leben rosa aus.

Die Schüler sagen: „Es geht uns gut, wir fühlen uns wohl, die Schule ist klasse, niemand ärgert uns hier.“ Und spaßig fügen die Lehrer hinzu: “ Die Schüler leben hier wie in Watte gepackt“, - man kümmert sich um sie und Probleme werden gemeinsam bewältigt. So entscheiden wir: - Die Sitzfläche wird mit Watte verkleidet-.

Und weil unsere Schüler in unserer Schule gut behütet sind und auch nach der Schulzeit (noch) keine Sorgen wegen eines Arbeitsplatzes haben müssen, beschließen wir, einen großen Hut über den Stuhl zu hängen. So groß soll er werden, dass alle darunter Platz haben. Außerdem, wer ahnt schon, wen wir in unserer Schulform alles unter einen Hut bringen müssen?

Gesagt, getan, auf geht´s an die Arbeit. Zunächst wird die Farbe gemischt (wie mischt man denn Rosa?), dann wird der Stuhl angemalt.

Ein Farbtopf mit roter und einer mit weisser Farbe Ein Junge streicht die Stuhllehne rosa Rosa Stuhl

Inzwischen haben einige Schüler mit einem Lehrer den ziemlich großen Hut vorbereitet. Er muss jetzt noch sauber geschliffen und mit Papier und Tapetenkleister zusammengeklebt werden.

Schüler schneidet Oberseite vom Hut zu Hut wird eingekleistert Fertiger Zylinderhut hängt über dem stuhl

Aber wie bekommen wir alle Schüler „unter einen Hut?“ Ganz einfach, mit einem Würfel, auf dem alle Schüler abgebildet sind. Der Würfel ist schnell gebaut und in einer Woche wollen wir alle Teile montieren. Das wird spannend.

Eine Woche später ist es soweit: Wir bauen alle Einzelteile zusammen, Alles passt super. Dann wird der Würfel mit den Portraits der Schüler beklebt. Dazu werden zunächst die Flächen mit Kleister bestrichen und dann vorsichtig das Bild aufgeklebt.

Würfel mit zwei Fotos

Anschließend soll unser Hut in freundlichen Farben bemalt werden. Die Schüler einigen sich auf die Farben Gelb und Lila. Wir fangen an zu malen und stellen fest, dass es gar nicht so leicht ist.

Stuhl, Tisch und Männchen aus Ton

Dann soll unser Stuhl noch Schuhe bekommen und ein Rad für alle Rollifahrer. Denn schließlich wollen wir zeigen, dass wir mit unseren Füßen fest auf dem Boden stehen, aber beweglich sind.

Dazu bohren wir erst einmal Löcher in die Stuhlbeine und stecken dünne Holzdübel hinein (wegen der Stabilität). Dann nageln wir Schuhe an den Stuhl und füllen diese anschließend mit Papier und Gips. Jetzt fehlt noch das Rad.

Der Bausatz Der Bausatz Der Bausatz

Morgen wollen wir fertig werden, denn nächste Woche muss der Stuhl abgegeben werden. Hoffentlich schaffen wir das.

Heute gilt es. Als Erstes bekommt unser Stuhl ein Rad, schließlich kann nicht jeder laufen. In ein Stuhlbein wird an einer vorher angezeichneten Stelle ein Loch gebohrt und ein Rad eingeklebt. In der Zwischenzeit bemalen zwei andere Schüler den Hut in Gelb und Lila fertig und eine Holzplatte in Grau. Die Platte soll den Stuhl tragen und ihm Stabilität geben. Jetzt muss beides erst einmal trocknen.

Stuhl mit drei Schuhen und einem Rad Holzplatte wird grau gestrichen

Nach der Trockenpause schrauben wir die Platte an die Schuhe. Dabei müssen wir gut aufpassen, dass keine Schraube daneben geht.

Arbeit mit der Bohrmaschine

Zum Schluss wird die Sitzfläche noch mit Watte verkleidet. Die Schüler wollen auch noch ein Nest mit Eiern bauen, das dann auf die Sitzfläche gesetzt wird. Das Nest soll noch einmal zeigen, dass wir alle zusammen gehören.

Ein Nest aus Watte mit bunten Eiern darin auf der Sitzfläche

Der Stuhl ist fertig. Die Arbeit daran hat uns allen große Freude gemacht. Es war besonders schön zu erleben, dass die Schüler als Gruppe zusammen gearbeitet haben und sich selbst in ihrer Arbeit wieder finden konnten. Sie haben „ihren Platz gefunden, gebaut und gestaltet.“


 
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