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Christoph - Graupner - Schule

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Schulprogramm 2014

3. Fassung Juni 2014

Inhalt

Teil I Beschreibung der Schule und ihre Organisation

  • Vorwort
  • 1.1 Zeitliche Entwicklung
  • 1.2 Lage der Schule
  • 1.3 Schulgebäude
  • 1.4 Klassenräume
  • 1.5 Fachräume
  • 1.5.1 Physiotherapeutisches Bewegungszentrum
  • 1.5.2 Schwimm- und Therapiebad
  • 1.6 Ganztagskonzept
  • 1.7 Personalstruktur
  • 1.8 Schülerschaft
  • 1.9 Schülertransport
  • 1.10 Stufenaufbau
  • 1.11 Vertretungsregelung
  • 1.12 Schulleitung
  • 1.13 Verein der Freunde der Christoph-Graupner-Schule
  • 1.14 Beratungs- und Förderzentrum
  • 1.14.1 Personelle Ressourcen
  • 1.14.2 Bezugsgruppen
  • 1.14.3 Organisation
  • 1.14.4 Beratung
  • 1.14.5 Kooperationspartner
  • 1.14.6 Ambulante Förderung
  • Teil II
    Pädagogische Grundlagen und Leitsätze

  • 2.1 Präambel und Leitidee
  • 2.2 Leitsatz 1
  • 2.3 Leitsatz 2
  • 2.4 Leitsatz 3
  • 2.5 Leitsatz 4
  • 2.6 Leitsatz 5
  • 2.7 Leitsatz 6
  • 2.8 Leitsatz 7
  • 2.9 Leitsatz 8
  • 2.10 Leitsatz 9
  • Teil III
    Weiterentwicklung und Qualitätssicherung

  • 3.1 Aufgaben der Steuerungsgruppe
  • 3.2 Arbeitsfeld auf der Grundlage externer Evaluation
  • 3.2.1 Arbeitsfeld Schulinspektion 8/2008
  • 3.2.1.1 Prozessschritte
  • 3.2.1.2 Zielvereinbarungen
  • 3.2.2 Arbeitsfeld Schulinspektion 11/2012
  • 3.2.2.1 Prozessschritte
  • 3.2.2.2 Zielvereinbarungen
  • 3.3 Arbeitsfelder auf der Grundlage interner Evaluation
  • 3.3.1 Arbeitsfeld Förderkonzeption
  • 3.3.1.1 Umsetzung der Förderkonzeption
  • 3.3.1.2 Umsetzungen
  • 3.3.2 Arbeitsfeld Stufenkonzeption
  • 3.4 Ergebnisse weiterer Arbeitsfelder
  • Vorwort

    Das vorliegende Schulprogramm ist in einem über mehrere Jahre dauernden intensiven Prozess an der Christoph-Graupner-Schule entstanden. Im Jahre 1998 wurde mit dem umfangreichen Vorhaben begonnen. Nach Abstimmung und Überarbeitung der zu evaluierenden Arbeitsfelder in der Schulkonferenz wurde das Schulprogramm 2002 fertig gestellt. 2006 entstand eine zweite, aktualisierte Auflage, die 2007 in Druck ging. Nach der externen Schulinspektion 2012 wurde das bestehende Schulprogramm grundlegend evaluiert und überarbeitet.

    Im Rahmen von Pädagogischen Tagen, Gesamtkonferenzen und Arbeitsgruppen zu speziellen Schwerpunktthemen war das Kollegium der Schule konsequent am Entwicklungsprozess beteiligt.
    Begleitet wurde der Prozess durch eine von der Gesamtkonferenz gewählte Steuerungsgruppe, die sich aus Mitgliedern des Kollegiums und der Schulleitung zusammensetzt. Über die schulischen Gremien informierte die Steuerungsgruppe regelmäßig sowohl das Kollegium als auch die Elternschaft und diskutierte an dieser Stelle den aktuellen Stand.
    Für die Entstehung einer umfassenden gemeinsamen Förderkonzeption arbeitete das Kollegium über gut zwei Jahre, gemeinsam mit interessierten Eltern, kontinuierlich an acht Kernbereichen.

    Die Arbeit am Schulprogramm machte erneut deutlich, wie wichtig eine verbindliche gemeinsame Basis für unsere pädagogische Arbeit ist. Damit versteht sich das Schulprogramm der Christoph-Graupner-Schule als eine Bestandsaufnahme und ist eine Entscheidungsgrundlage für die pädagogische Arbeit. Es ist die bindende Grundlage für einen kontinuierlichen Prozess der Weiterentwicklung.
    Das Schulprogramm gliedert sich in vier Abschnitte:
    In einer Standortbestimmung werden die räumlichen und personellen Rahmenbedingungen dargestellt.
    Präambel und Leitidee beschreiben die ethische Grundhaltung.
    Die Leitsätze beschreiben die pädagogische Arbeit und die Ziele der Schule. Sie bilden das Fundament der Zusammenarbeit aller am Erziehungs-und Bildungsprozess Beteiligten.
    Der vierte Teil - „Weiterentwicklung und Qualitätssicherung“ - benennt und beschreibt die Arbeitsfelder nach den Ergebnissen der internen und externen Evaluation und deren Umsetzung.
    Der Anhang enthält die Konkretisierung der Leitsätze in Form von Leitfäden und Konzepten.

    Die Evaluation findet projektorientiert an Vorhaben angebunden statt. Hierdurch kann die Zuständigkeit für die einzelnen Projekte immer neu festgelegt werden.

    Teil I – Beschreibung der Schule und ihre Organisation

    1 Beschreibung der Schule und ihre Organisation

    1.1 Zeitliche Entwicklung

    1963: Eine erste Klasse für praktisch bildbare Schülerinnen und Schüler wird an der Schule für Lernbehinderte in Darmstadt eingerichtet.
    1970: Umzug in die neu errichtete Ernst-Elias-Niebergall-Schule, Schule für Lernhilfe, in „eigene“ Klassenräume. Organisatorisch sind die inzwischen bestehenden fünf Klassen noch angebunden an die Schule für Lernhilfe.
    1973: Verselbständigung als Schule für Praktisch Bildbare mit acht Klassen in Vor- und Nachmittagsschicht.
    1974: Namensgebung: Christoph-Graupner-Schule, Schule für Praktisch Bildbare.
    1978: Umzug in den 1. Bauabschnitt eines eigenen Schulgebäudes.
    1986: Fertigstellung des 2. Bauabschnitts mit weiteren Klassenräumen, Fachräumen, Schwimmbad und physiotherapeutischem Bewegungszentrum.
    2001: Anbau und Fertigstellung eines zweiten behindertengerechten Aufzuges .
     
    Magistratsbeschluss der Stadt Darmstadt zur Erweiterung neuer Klassenräume und Fachräume und zum Umbau der Terrassen zu Wintergärten.
     
    Umbau des Schülercafés in einen Klassenraum.
    2002: Offizielle Einrichtung als regionales sonderpädagogisches Beratungs- und Förderzentrum (BFZ) .
     
    Erweiterung des Außengeländes um ca. 2000 m 2 (Wiesenstück zwischen CGS und Berufsschulzentrum).
     
    Aussetzung des Magistratsbeschlusses von 2001.
     
    Einrichtung einer zentralen Essensausgabe nach HACCP-Richtlinien. Einsatz einer zertifizierten Küchenfachkraft.
     
    Der Musikraum wird in einen Klassenraum umgewandelt.
    2003: Beginn der Beseitigung baulicher Mängel zur Umsetzung von Brandschutzauflagen.
     
    Die städtischen Reinigungskräfte werden von einer privatwirtschaftlichen Reinigungsfirma abgelöst.
    2004: Im Rahmen der Umsetzung von Brandschutzauflagen fällt der Maschinenraum weg.
    2005: Das Angebot auf dem Schulhof wird durch eine Hangrutsche erweitert, die den alten und neuen Schulhof verbindet.
    2006: Ein Kletterturm löst den alten Kletterhügel im Sandspielbereich ab. Eine zweite Gartenhütte leistet vor allem dem Gartenbaukurs ab sofort gute Dienste.
     
    Die Terrasse zum Bürgerpark wird vor der Lehrküche mit einer modernen Schülermensa überbaut...
     
    Ein Kalthaus ergänzt auf der Terrasse zur Arheilger Straße das Gärtnereiangebot.
     
    Die Brandschutzauflagen werden umgesetzt.
    2007: In der ehemaligen Hausmeisterküche entsteht eine Küchenzeile für die im Erdgeschoss liegenden Klassen der Berufsorientierungsstufe.
     
    Der Differenzierungsraum im Erdgeschoss wird in einen weiteren Klassenraum gewandelt. Der Kletterturm wird durch einen langen Kettensteg erweitert.
     
    Das alte Graupner-Mobil erhält einen würdigen, hochmodernen Nachfolger.
    2008: Die alte Schülermensa wird in einen weiteren Klassenraum mit eigener Küchenzeile gewandelt.
     
    Eine maßgefertigte, beidseitig bedienbare Essenausgabetheke löst den alten Eigenbau zwischen Lehrküche und Schülermensa ab.
     
    Auf dem Schulhof entsteht ein Fußfühlpfad.
     
    Die Sandspielanlage wird durch teilweise unterfahrbare Matsch- und Sandspieltische auch für die Rollstuhl fahrende Schülerklientel interessant.
    2009: Die Lehrküche wird umgebaut und erhält eine neue Einrichtung.
     
    Die ehemalige Gärtnerei wird in einen Klassenraum mit eigener Küchenzeile gewandelt.
     
    Den Traum vom „Grünen Klassenzimmer“ lassen zwei engagierte Väter auf dem Schulhof Wirklichkeit werden.
     
    Das Spielangebot wird durch eine Wippe, Balancierteller und einen Balancierbalken erweitert. Der neue Schulhof wird dadurch attraktiver.
    2009: Schülerinnen und Schüler erhalten nach dem Unterricht ein Betreuungsangebot in der Karlstraße an fünf Tagen in der Woche.
    2010: Das Spielangebot auf dem Schulhof wird durch eine, auch von körperbehinderten Jugendlichen nutzbare, Großschaukel erweitert. Die durch Vandalismus zerstörte Nestschaukel wird endlich ersetzt.
    2011: Die Schulverwaltung wird umgebaut und auf diesem Wege um einen Büroraum erweitert.
     
    Am Eingang zum Bürgerpark wird ein Großcontainer aufgestellt, in dem das BFZ-Büro und ein weiterer Beratungsbereich Raum finden. Auch die Schülerbibliothek zieht um.
     
    Ein Spendenlauf sorgt für die Anschubfinanzierung unseres Snoezelen-Projekts. Die Lüftungsanlage für die im Gebäudeinneren liegenden Hygienebereiche wird erneuert.
    2012: Titeländerung der Schule in: Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.
    2012: Der Snoezelenraum wird in der ehemaligen Schülerbibliothek eingerichtet und, gemeinsam mit dem Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch, eröffnet.

    Vision:

    Die Erweiterung des Gebäudekomplexes durch einen 3. Bauabschnitt könnte sich bewahrheiten. Im Verlauf des Jahres 2014 soll die Entscheidung fallen: Sanierung und/oder Neubau.

    1.2 Lage der Schule

    Das Gebäude und Schulgelände der Christoph-Graupner-Schule liegt am Rande des Bürgerparks Darmstadt in unmittelbarer Nähe einer Grundschule, einer Schule mit Förderschwerpunkt Lernen, einer integrierten Gesamtschule, eines Oberstufenkollegs und eines großen Berufsschulzentrums. Die Anbindung an ein gewachsenes Wohngebiet mit vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten ist vorhanden. Das Stadtzentrum mit allen Einrichtungen und ein Naherholungsgebiet sind sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch zu Fuß gut zu erreichen. Eine Wohneinrichtung und eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung befinden sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe.

    1.3 Schulgebäude

    Unter den schulbaurechtlichen Vorgaben der 70er Jahre ist in intensiver Zusammenarbeit zwischen dem verantwortlichen Architekten, der Schulleitung und dem Kollegium ein unter pädagogischen Gesichtspunkten gestalteter Baukörper entstanden. Grundlage des Entwurfes war die Überzeugung, dass sich Architektur und Pädagogik inhaltlich und gestalterisch entsprechen und gegenseitig unterstützen müssen. Das gemeinsame Verständnis führte zur Entstehung eines Schulbaus, der betont in drei Geschossen auch die Höhe als dritte Dimension aufgreift. Diese Dreidimensionalität wurde konsequent in der Ausgestaltung des Bewegungszentrums und des Schulgeländes fortgeführt.

    Einerseits fühlte sich das Kollegium einer gemeinsamen pädagogischen Grundidee verpflichtet, andererseits sollte jede Klasse eine weitgehend autonome Einheit bilden können, um so den individuellen Bedürfnissen der Kinder besser gerecht zu werden. Offenheit, Unabhängigkeit von starren Zeitstrukturen und Kreativität in der inhaltlichen Gestaltung von Lernsituationen sollten auch durch die Architektur gewährleistet sein und unterstützt werden.
    Durch die unterschiedlichsten Bodenbeläge, die vom künstlerisch gestalteten Steinpflaster über Gumminoppenzonen bis zum Holzparkett reichen, hat der „Umgang“ mit dem Gebäude eine indirekt fördernde Wirkung. Durch Farbgebung, Grünpflanzen, Aquarien, Wasserbecken und Springbrunnen in der Eingangshalle entsteht eine Lern- und Lebensatmosphäre, die sich nicht nur auf die Schülerinnen und Schüler positiv auswirkt und das Lernen unterstützt, sondern auch von allen Mitarbeitern und Besuchern als äußerst angenehm empfunden wird. So hatte das Schulgebäude über die Verwirklichung einer pädagogischen Idee ein unverwechselbares und in der Ausgestaltung einmaliges Profil erhalten.

    Eine Weiterentwicklung und Veränderung der räumlichen Strukturen wurde über die Jahre notwendig. Durch die kontinuierlich steigenden Schülerzahlen wurden und werden weitere Klassenräume benötigt. Hierfür musste ein großer Teil der vorhandenen Fachräume umgewandelt und klassengerecht eingerichtet werden. Die Differenzierungsmöglichkeiten wurden damit erheblich eingeschränkt.

    Teilweise wurden die neuen Klassen wiederum mit eigenen Küchenzeilen ausgestattet. Auch die Hausmeisterküche im Erdgeschoss wurde in eine Versorgungsküche für Klassenräume umgerüstet. Notgedrungen wurden Fachbereiche räumlich zusammengelegt (z.B. Werken-Holz / Werken-Metall; Musik / Krankengymnastik).

    Das selbstorganisierte Schülerbistro erfuhr durch die neu entstandene Schülermensa eine große Aufwertung und bietet seither einmal wöchentlich in professionellem Rahmen seinen Service an.

    2011 wurde der Schule nach langem Ringen ein Container angegliedert, der neben einem Verwaltungsbereich für das Beratungs- und Förderzentrum nun auch die Schülerbibliothek beherbergt und für Beratungen, Diagnostik und Differenzierungsangebote genutzt werden kann.
    2012 konnte aus Spendenmitteln ein „langer Traum“ verwirklicht werden: ein bestens ausgestatteter Snoezelenraum. Dieser hat das schulische Angebot zur Wahrnehmungs- förderung immens erweitert.

    Die Öffnung der Schule nach außen, die Kooperation mit anderen Schulformen, der neue Gedanke der Inklusion, die sich verändernde und weiter zunehmende Schülerschaft sowie die politisch geforderte Weiterentwicklung der Ganztagsschulen mit einer Ausweitung der Betreuungsangebote macht eine Ergänzung bzw. Umstrukturierung des Raumprogramms aber zwingend notwendig.

    1.4 Klassenräume

    In den vergangenen Schuljahren mussten aufgrund steigender Schülerzahlen einige Fachräume zu Klassenräumen umgewandelt werden. Den derzeit 18 Klassen stehen Räume zwischen 38 und 65 m² zur Verfügung. Durch den bewussten Verzicht auf eine zentrale Mensa wurden Lebens-, Lern- und Arbeitsräume geschaffen, die sowohl kognitives Lernen als auch den Erwerb lebenspraktischer Fähigkeiten ermöglichen. Nahezu jeder Klassenraum ist mit einer eigenen Küchenzeile und einem Essplatz ausgestattet. Die Zubereitung und Einnahme der im Rahmen des Ganztagsschulprogramms eingeplanten Mahlzeiten wird klassenintern organisiert und in die individuelle Förderung eingebunden. Jedes Klassenteam hat die Möglichkeit und die Verantwortung für die Gestaltung „seines“ Bereiches. So können die Lern- und Förderbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler bewusst aufgenommen und unterstützt werden. Frühstück und Mittagessen, Lern- und Erholungsphasen, soziales Lernen und der Erwerb von Wissen und Handlungsfähigkeit bilden so eine Basis für eine ganzheitliche Förderung im Rahmen der durch die Richtlinien vorgesehenen Kompetenzbereiche.

    1.5 Fachräume

    Fachräume zu speziellen Lernschwerpunkten ergänzen das Raumprogramm. An Lebens-, Lern-, und Arbeitsräumen sind vorhanden:

    Schulgebäude:

    Container:

    1.5.1 Physiotherapeutisches Bewegungszentrum

    In der Entwicklung von Bewegungsräumen ist die Christoph-Graupner-Schule einen eigenen, bisher viel beachteten und Beispiel gebenden Weg gegangen.

    Jedes Kind hat ein grundlegendes Bedürfnis nach Bewegung. In der Bewegung bildet es seine körperlichen Fähigkeiten aus, differenziert seine Motorik, übt und schult seinen Gleichgewichtssinn, erlebt, erfährt und erprobt die Welt in ihrer Dreidimensionalität. In der Förderung von Menschen mit Behinderungen ist der sportliche Wettkampf von nachgeordneter Bedeutung und hat erst in späteren Schuljahren seinen dann individuell berechtigten Stellenwert.

    Die Idee der Psychomotorik mit ihren bewusst therapeutischen Ansätzen trägt dieser Überzeugung inzwischen in Ausbildung und Umsetzung Rechnung. Inhaltslose, öde und unstrukturierte (Turn-)hallen werden heute mit erheblichem Kraft-, Zeit- und Geräteaufwand in Bewegungslandschaften umgebaut, um behinderten Kindern Anreize zu geben und differenzierte Bewegungsabläufe zu provozieren und zu ermöglichen.

    In langer, gründlicher Diskussion und in Zusammenarbeit mit dem Architekten, der Stadt Darmstadt und dem Kultusministerium ist das Bewegungszentrum der Christoph-Graupner-Schule als Pilotprojekt genehmigt und besonders gefördert worden. Seit 1986 steht der Christoph-Graupner-Schule ein Großraum zur Verfügung, der die genannten Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche sonderpädagogisch - therapeutische Förderung liefert. Durch die durch eine weite Rampe verbundenen unterschiedlichen Ebenen der Halle wird Höhe und Tiefe erfahrbar, Bewegung provoziert und Raum dreidimensional erlebbar. Spezielle Einbauten wie u.a. eine Bewegungsgalerie, Ballwurfwand, eine Liegeschaukel für Schwerbehinderte und eine Kletterwand ermöglichen es, die Förderung auch in heterogenen Gruppen individuell zu gestalten.

    1.5.2 Schwimm- und Therapiebad

    Kaum ein Element ist geeigneter als Grundlage für eine ganzheitliche sonderpädagogisch-therapeutische Förderung als das Wasser. Die Haut als flächenmäßig größtes Sinnesorgan grenzt den menschlichen Körper von seiner Umwelt ab. Differenzierte Wahrnehmung in diesem Bereich erleichtert es, sich selbst als individuellen Körper wahrzunehmen und sich so mit der Umwelt auseinandersetzen zu können. Der sichere Umgang mit dem Element Wasser fordert zu ruhigen, bewussten und koordinierten Bewegungsabläufen auf, die gegen einen durch das Medium Wasser natürlich gegebenen Widerstand ausgeführt und gesteuert werden. Weiterhin bietet das Wasser ideale Möglichkeiten zur Ausdifferenzierung und Schulung des Gleichgewichtssinnes. Dieser Sinn ist die Grundlage dafür, dass der Mensch einordnen kann, wo oben und unten, vorne und hinten sowie rechts und links ist. Ohne diese sichere Orientierung im Raum, deren Bezugspunkt immer das Individuum selbst ist, kann es zu schweren psychischen Störungen kommen.

    Schwerelosigkeit ist im Wasser ebenso erlebbar wie der sichere und selbstbewusste Stand auf dem Boden des Wasserbeckens. Mehrfachbehinderten Menschen wird in diesen Situationen die Chance gegeben, sich (evtl. unterstützt durch Auftriebshilfen) ohne ständige Hilfe anderer zu bewegen. Neben der Körperkontrolle wird durch Tauchübungen bewusstes Atmen gezielt gefördert. Die Freude und der Stolz über erworbenes Können werden in diesem Bereich besonders deutlich.

    Der Christoph-Graupner-Schule steht für diese Förderung ein Schwimm- und Therapiebad mit einer Gesamtwasserfläche von ca. 100 qm zur Verfügung. Unterwasserbeleuchtung und 2 Gegenstrom-Jet-Düsen ergänzen die Ausstattung – gegliedert in zwei Zonen reicht die Wassertiefe bis 1,30 m. Verschiedene Einstiegsmöglichkeiten (Hebelifter, Treppe, Schräge) sind vorhanden.

    1.6 Ganztagskonzept

    Die Christoph-Graupner-Schule ist seit 1979 als gebundene Ganztagsschule organisiert und wird laut Hessisches Schulgesetz für ganztägig arbeitende Schulen in Hessen in der Profilstufe 3 geführt (siehe § 15 Hessisches Schulgesetz v. 01.11.2011 Richtlinie für ganztägig arbeitende Schulen in Hessen). Entsprechende Zeit-, Raum-, Ausstattungs-, Pausen- und Mittagskonzepte liegen vor und sind im Unterrichtsalltag verankert.

    Die Schule wurde 1978 für zunächst 68 Kinder konzipiert. Zum heutigen Stand hat sich diese Zahl nahezu verdoppelt und umfasst – trotz Inklusionsmöglichkeit – mittlerweile 128 Schülerinnen und Schüler, was eine Überarbeitung und Angleichung des Raumkonzepts zwingend erforderlich macht. Der Schulträger ist hierüber informiert und im Prozess (siehe Anhang: Ganztägig arbeitende Schulen bieten allen Schülerinnen und Schülern eine ergänzende individuelle Förderung und ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot).

    1.7 Personalstruktur

    Die Personalstruktur der Christoph-Graupner-Schule ist vielschichtig.

    Das pädagogische Personal besteht aus:

    Unterstützt wird das pädagogische Personal von:

    In der Verwaltung arbeitet

    Für die Pflege, Reinigung und Instandhaltung der schulischen Räume, der Außenanlagen und des Schwimmbades sind verantwortlich

    Das Essen wird durch zwei zertifizierte Fachkräfte an die Klassen ausgegeben.

    Weitere Unterstützung erhalten wir durch:

    1.8 Schülerschaft

    Die Christoph-Christoph-Graupner-Schule ist eine Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und einer Abteilung körperliche und motorische Entwicklung.

    Sie wird von Schülerinnen und Schülern besucht, die nach den Richtlinien der Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung unterrichtet werden. Dies sind zum einen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer geistigen Behinderung. Andererseits werden in zunehmendem Maße Quereinsteiger mit Förderschwerpunkt Lernen und schwerstmehrfachbehinderte Schülerinnen und Schüler aufgenommen. Neben ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten bringen unsere Schülerinnen und Schüler die verschiedensten kulturellen und sozialen Vorerfahrungen in den Unterricht ein. So entstehen Lerngruppen, die zwar altershomogen, sonst aber in jeder Hinsicht heterogen zusammengesetzt sind. Die zunehmend breitere Streuung der Fähigkeiten und Fertigkeiten und das kontinuierliche Ansteigen der Schülerzahlen sind seit einigen Jahren zu beobachten und werden sich in Zukunft fortsetzen. Die Christoph-Graupner-Schule kommt damit schon jetzt an ihre räumlichen Grenzen. Es entsteht dadurch die Notwendigkeit, sich immer wieder neu mit Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung zu beschäftigen, um auch weiterhin den Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden.

    1.9 Schülertransport

    Die Schülerinnen und Schüler der Christoph-Graupner-Schule kommen aus dem Stadtgebiet Darmstadt sowie aus Teilen des Landkreises.

    Die Beförderung der Schülerinnen und Schüler erfolgt mit

    Einige unserer Schülerinnen und Schüler kommen mit

    1.10 Stufenaufbau

    Der Unterricht an der Christoph-Graupner-Schule erfolgt nach den Richtlinien für den Unterricht und Erziehung im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung des Hessischen Kultusministeriums.

    Es werden maximal acht Schülerinnen und Schüler pro Klasse, die jeweils vier Stufen zugeordnet werden, unterrichtet. Diese sind:

    Die Klassenräume der Grundstufen befinden sich im 2. Stock. Ab der Mittelstufe verteilen sich die Klassenräume je nach Alter der Schülerinnen und Schüler auch auf den 1.Stock und das Erdgeschoss.

    Je nach Schulbesuchsjahren und Alter werden die Schülerinnen und Schüler in die entsprechenden Klassen eingestuft. Eine Umstufung erfolgt per Abstimmung in einer Gesamtkonferenz.

    Jede Schülerin und jeder Schüler soll in seiner Schulzeit alle Schulstufen durchlaufen haben.

    Die Grundstufe (1. – 3. Schulbesuchsjahr)

    Mit Einschulung in die 1. Klasse erleben die Schülerinnen und Schüler die besondere Struktur des Schulalltages. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt in der Beobachtung, der Diagnose des Entwicklungsstandes und der Feststellung der Lernvoraussetzungen. In Fortsetzung der Arbeit ist im 2. und 3. Schulbesuchsjahr ein wesentlicher Schwerpunkt der Aufbau eines Lebenszutrauens durch das zunehmende Bewusstwerden der eigenen Person.

    Die Mittelstufe (4. – 6. Schulbesuchsjahr)

    Die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe sind in der Regel zwischen 9-12 Jahren alt. Selbstbestimmtes Lernen entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Anliegen. Verschiedene Formen der Wochenplan- und Freiarbeit sind in vielen Klassen etabliert. Ein Schwerpunkt der Arbeit in der Mittelstufe liegt zum einen in der allmählichen Öffnung von Unterricht nach innen z.B. durch partnerschaftliche Arbeit und Gruppenarbeit sowie klassenübergreifende Kooperation und Stufenprojekte. Zum anderen in der allmählichen Öffnung von Unterricht nach außen z.B. durch Unterrichtsgänge, Exkursionen, kulturelle Veranstaltungen.

    Die Hauptstufe (7. – 9. Schulbesuchsjahr)

    Ab dem 7. Schulbesuchsjahr kommen die Schülerinnen und Schüler in die Hauptstufe. Dieser Übergang von der Mittelstufe zur Hauptstufe ist ein bedeutender Abschnitt in der schulischen Laufbahn. Es findet eine Auseinandersetzung mit neuen Organisationsformen und -strukturen und wechselnden Ansprechpartnern statt. Aktivitäten im Klassenverband treten sukzessive in den Hintergrund. Das sich orientieren in sozialen Bezügen und das Mitwirken an ihrer Gestaltung stellen Schwerpunkte der Arbeit dar und die Öffnung von Unterricht nach Außen nimmt weiter zu.

    Die Berufsorientierungsstufe (ab 10. Schulbesuchsjahr)

    Zum 10. Schulbesuchsjahr kommen die Schülerinnen und Schüler in die Berufsorientierungsstufe. Hier wird der Übergang zwischen Schule und Arbeitswelt vorbereitet. Die Auflösung des festen Klassenverbandes mit der Notwendigkeit, sich in größeren Gruppen zu orientieren, stellt an die Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, wechselnde Bezugspersonen zu akzeptieren. Dies geschieht in der Berufsorientierungsstufe in Form von Kursangeboten und Projekten, die über den ganzen Unterrichtstag dauern. Ein wichtiger Schwerpunkt in der Berufsorientierungsstufe sind in jedem Schuljahr die von der Schule organisierten mehrwöchigen Betriebspraktika in ortsansässigen Unternehmen und Werkstätten für behinderte Menschen.

    1.11 Vertretungsregelung

    Als Ganztagsschule ist die Christoph-Graupner-Schule verpflichtet, im Rahmen der festgelegten Unterrichtszeiten ihre Schülerinnen und Schüler zu unterrichten und zu betreuen. Diese Verpflichtung besteht auch dann, wenn Lehrerinnen oder Lehrer, pädagogische Fachkräfte oder unterstützendes Personal bedingt durch Krankheit, Fortbildung, förderdiagnostische Stellungnahmen oder aus anderen Gründen ausfallen. Um für die Schülerinnen und Schüler Kontinuität zu gewährleisten, wird zunächst versucht, den Unterricht bzw. die Betreuung innerhalb des Klassenteams aufrecht zu erhalten. Dies bedeutet, dass Differenzierungsmaßnahmen, Einzelförderungen, AGs und personalintensive Unterrichtsvorhaben wegfallen können. Wenn dies nicht gelingt, wird der Unterricht bzw. die Betreuung der Klasse durch pädagogisches Personal übernommen, das aus einer anderen Klasse abgezogen wird. Auch eine Aufteilung der Schülerinnen und Schüler auf mehrere Klassen ihrer Altersstufe ist möglich.

    Seit dem Schuljahr 2006/07 hat auch die Christoph-Graupner-Schule die Möglichkeit, im Rahmen der Verlässlichen Schule (VSS) beim Ausfall von Kolleginnen und Kollegen kurzfristig externe Vertretungskräfte einzusetzen. Für uns kommen nur Bewerberinnen und Bewerber in Betracht, die Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen - vorzugsweise mit behinderten Menschen - nachweisen können und im Vorfeld an der Schule hospitiert haben. Der Einsatz der Vertretungskräfte erfolgt in der Regel im Tandem mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen der Schule. Auf diesem Weg können differenzierende Maßnahmen und personalintensive Angebote aufrechterhalten werden.

    Die Organisation des Vertretungsunterrichts wird in der Regel folgendermaßen gehandhabt:

    1.12 Schulleitung

    Die Schulleitung der Christoph-Graupner-Schule setzt sich aus der Schulleiterin, der Konrektorin, der 2. Konrektorin, der Stufenleiterin für die Grund- und Mittelstufe sowie der Stufenleiterin für die Haupt- und Berufsorientierungsstufe zusammen.

    Die Schulleitung erstellt gemeinsam einen Geschäftsverteilungsplan, welcher die einzelnen Zuständigkeiten verbindlich regelt.
    Die Mitglieder der Schulleitung arbeiten im Team.
    In regelmäßigen Schulleitungsteam-Sitzungen informieren sie sich über die aktuellen Themen und erhalten so den gleichen Sachstand.
    Sie können sich im Bedarfsfall jederzeit gegenseitig vertreten.
    Während der Unterrichtszeit ist die Schulleitung immer durch mindestens ein Mitglied vertreten, welches als Ansprechpartner zur Verfügung steht.
    Die Präsenzzeiten in den Ferien werden in wöchentlichem Wechsel entsprechend festgesetzt und geregelt.

    1.13 Verein der Freunde der Christoph-Graupner-Schule

    Der Verein besteht seit 1977, ist als gemeinnützig anerkannt und setzt sich aus Eltern, Lehrern, Freunden und Bekannten der Schule zusammen.

    Neuanschaffungen für den Unterricht und die Ausweitung der schulischen Möglichkeiten werden aus Vereinsmitteln ermöglicht.

    Schullandheimaufenthalte sind bei dem dringend benötigten hohen Personalschlüssel und den damit verbundenen Kosten nur mit Vereinshilfe durchführbar.

    Aus Spendenmitteln wurde in den letzten Jahren das Außengelände der Schule umgestaltet und so auch für schwerstbehinderte Schülerinnen und Schüler attraktiver. Ein großzügiger Schulgarten wurde angelegt, behindertengerechte Schaukel- und Spielgeräte sowie teilweise unterfahrbare Spiel- und Matschtische angeschafft.
    Die Begrünung der Gebäudefassade und des neuen Schulcontainers machen Fortschritte.

    Auch ein behindertengerechter Kleinbus für Unterrichtsfahrten, zwei Pferde für das Therapeutische Reiten und drei Kutschen für die „Erfahrung“ von Wald und Flur konnten angeschafft werden. Zuletzt konnte die Schule 2012 einen Snoezelenraum zur Wahrnehmungsförderung feierlich einweihen, für den eine Spendenaktion mit Spendenlauf durchgeführt wurde, die fast € 18.000,- einbrachte.

    Um die pädagogische Arbeit auch in Zukunft weiterzubringen, ist eine kontinuierliche finanzielle Unterstützung notwendig. Dauerhafte Partner sind hier immens hilfreich.

    Gleichermaßen bedeutsam ist aber auch eine personelle Unterstützung, um den Verein gesichert am Leben zu erhalten. Der Verein benötigt aktive Mitglieder, die die Arbeit unterstützen. Die jährliche Beitragshöhe kann frei gewählt werden ( Mindestbeitrag: € 1,— pro Monat). Alle Beiträge und Spenden sind selbstverständlich steuerlich absetzbar.

    1.14 Beratungs- und Förderzentrum

    Die Christoph-Graupner-Schule wurde ab dem 01.08.2002 als ein regionales sonderpädagogisches Beratungs- und Förderzentrum für Körperbehinderte (BFZ) für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg vom Kultusministerium beauftragt. Mit dem neuen Hessischen Schulgesetz (HSchG) vom November 2011 und der darauf folgenden Verordnung über Unterricht, Erziehung und sonderpädagogische Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen und Behinderungen (VOSB) werden neue Organisationsformen der sonderpädagogischen Förderung im Schulamtsbereich der Stadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg entwickelt. Zwei regionale BFZ (rBFZ) der Stadt Darmstadt (E.-Elias-Niebergall-Schule und Herderschule) und fünf rBFZ im Landkreis Darmstadt-Dieburg (E.-Flanagan-Schule Babenhausen, A.-Frank-Schule Dieburg, Schillerschule Pfungstadt, Steinrehschule Mühltal, A.-Freud-Schule Weiterstadt) unterstützen die Schulen im Schwerpunkt bei Beeinträchtigungen des Lernens, der Sprache und der emotionalen und sozialen Entwicklung (siehe Anhang: Schaubild „Struktur der Christoph-Graupner-Schule“).

    Zu den Aufgaben des schulamtsbezogenen regionalen Beratungs- und Förderzentrums mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung an der Christoph-Graupner-Schule gehört die Beratung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit spezifischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung in den allgemeinen Schulen und Förderschulen sowie deren Eltern, Lehrkräften und anderen Bezugspersonen in der Stadt Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg.

    Aufgabe des rBFZ kmE ist es, für alle anfragenden Schulen, Eltern, Schülerinnen und Schüler aus dem Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Schulamtes Darmstadt und Darmstadt-Dieburg Unterstützungsangebote anzubieten, zu vermitteln oder zu organisieren. Liegt eine Beratungsanfrage vor, informiert sich eine Lehrkraft des BFZ-Teams der Christoph-Graupner-Schule vor Ort über die Schülerin oder den Schüler und die jeweiligen Rahmenbedingungen der Förderung. Art, Dauer und Umfang der erforderlichen Maßnahmen richten sich nach dem Bedarf der speziellen Hilfen. Der Umfang der Unterstützungsleistungen –und Hilfen ist fallabhängig.

    Weder die Stadt Darmstadt noch der Landkreis Darmstadt-Dieburg sehen in ihrem Schulentwicklungsplan eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung für die Region vor. Deshalb ist eins der vorrangigen Ziele des rBFZ, die Schulen bei der inklusiven Beschulung zu unterstützen. Es ist zu prüfen, wie die behinderungsbedingten Beeinträchtigungen im Lebensraum Schule durch die Bereitstellung von Hilfsmitteln im Bereich Mobilität und Kommunikation, durch bauliche und organisatorische Veränderungen zur Erlangung von Barrierefreiheit und durch die Bereitstellung von Eingliederungshilfen nach SGB XII kompensiert werden können. Unterstützung bei der Entwicklung des Förderplans und Beratung bei der Anwendung eines Nachteilsausgleichs sind pädagogische Supportleistungen. Zunehmend aktuell ist die Frage des gezielten Einsatzes von Eingliederungshilfen im Unterricht sowie Unterstützung bei der Anleitung und Beantragung der Hilfen bei den zuständigen Sozialträgern (Jugendamt/Sozialamt).

    Ziel ist, die Teilhabe von Schülerinnen und Schülern mit dem Anspruch auf sonderpädagogische Förderung im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung am Unterricht der allgemeinen Schule zu gewährleisten. Sollte von allen Beteiligten die allgemeine Schule nicht mehr der richtige Förderort sein, unterstützt des BFZ beratend die Suche nach einem anderen geeigneten Förderort.

    1.14.1 Personelle Ressourcen

    Seit dem Schuljahr 2002/03 sind dem Beratungs- und Förderzentrum zwei Lehrerstel- len für Beratung und Ambulanz zugewiesen worden. Neben diesen Aufgaben unterstützen weitere Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung an den allgemeinen Schulen Darmstadts im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts bzw. der inklusiven Beschulung.
    Das Beratungsteam setzt sich zusammen aus Förderschullehrerinnen und Förderschullehrern. Alle Mitglieder des Beratungsteams verfügen über eine Beratungsqualifikation.

    1.14.2 Bezugsgruppen

    Die Zuständigkeit erstreckt sich auf Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigungen im Bereich

    Cerebrale Bewegungsstörungen

    Anfallsleiden

    Muskelerkrankungen

    Erkrankungen und Fehlbildungen des Skelettsystems

    Chronische und akute Erkrankungen

    Im Bereich der chronischen und akuten Erkrankungen gibt es Schnittmengen mit der Schule für Kranke an der Ernst-Elias-Niebergall-Schule und eine Kooperation nach Bedarf.

    1.14.3 Organisation

    Neben Beratung und Ambulanz vor Ort ist eine wöchentliche Konferenz zur Koordinierung der Aufgaben, Fallbesprechung, Supervision und Evaluation ein unverzichtbares Element der Arbeit.

    Mit der Neustrukturierung der Arbeit der regionalen Beratungs- und Förderzentren um Schulamtsbereich Darmstadt-Dieburg haben alle regionalen BFZ klar zugeordnete Schulen in ihrem Einzugsbereich. Das Beratungsteam des BFZ kmE hat sich in diesem Organisationsschema angepasst. Für jedes regionale BFZ gibt es einen zuständigen Ansprechpartner des Beratungsteams. Die Mitglieder des Beratungsteams arbeiten dabei eng mit den rBFZ zusammen und koordinieren gemeinsam Beratungsfälle, die in dem Schwerpunkt kmE Beratungsanteile hat. Die Koordination und Leitung des rBFZ kmE erfolgt weiterhin von einem Schulleitungsmitglied der Christoph-Graupner- Schule. Die Leitung des rBFZ nimmt an den regelmäßig stattfindenden Fachberater – und Koordinatorensitzungen des Staatlichen Schulamts teil. Dort vertritt sie den Förderschwerpunkt kmE.

    Nach wie vor können die allgemeinen Schulen und Förderschulen mit anderem Förderschwerpunkt Beratung einholen. Anfragen nach Beratung und Ambulanz von allen Schulen der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg mit seinen 23 Kommunen (Verkehrsfläche 44,65 km 2 ) werden im Team besprochen und an die zuständigen Beratungslehrer weitergeleitet. Ohne den Einsatz der Privatfahrzeuge der Teammitglieder ist die Beratungsarbeit nicht zu leisten.

    Weiterhin gehört zu den Aufgaben:

    1.14.4 Beratung

    Am Anfang aller Maßnahmen steht die Beratung.

    Schwerpunkte sind:

    1.14.5 Kooperationspartner

    Kooperationspartner sind:

    1.14.6 Ambulante Förderung


     

    2 Pädagogische Grundlagen und Leitsätze

    Präambel

    Jeder Mensch hat ein Lebens -und Bildungsrecht.

    „Lebensrecht und Bildungsrecht von Menschen mit Behinderung sind durch die allgemeine Erklärung der Menschenrechte (Vereinte Nationen 1948), das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (1949), die Salamancaerklärung (UNESCO 1994), die Charta der Grundrechte der Europäischen Union (2000) sowie die Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen garantiert. Gentechnologie in Zusammenhang mit Embryonenforschung birgt die Gefahr einer normierenden Selektion ungeborenen Lebens und gefährdet die Akzeptanz von Menschen mit Behinderungen und Erkrankungen.“ (Leitlinien des Verbandes Sonderpädagogik Zeitschrift für Heilpädagogik 2/2012 Seite 80).

    Auf diesen Grundlagen nimmt das Kollegium der Christoph-Graupner-Schule alle Kinder und Jugendlichen ohne Ausnahme an. Dies ist die Basis unserer Arbeit und der pädagogisch angeleiteten Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler - unabhängig von ihrem Förderort.

    Intention

    Laut Hessischem Schulgesetz §1 hat jeder junge Mensch das Recht auf Bildung, welches durch das Schulwesen gewährleistet wird.

    Umsetzung

    Inklusion als Teilhabe am Leben in der Gesellschaft muss uneingeschränkt für alle gelten.

    Für eine erfolgreiche pädagogisch angeleitete Entwicklung bedarf es einer qualitativ hochwertigen, individuellen und fachspezifischen Förderung. Diese kann an jedem Förderort stattfinden, wenn die notwendigen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden.
    Nach der Ratifizierung der UN Behindertenkonvention in Deutschland im Jahr 2008 befindet sich das hessische Schulsystem am Anfang eines neuen Weges.

    Die Christoph-Graupner-Schule als Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und als Beratungs- und Förderzentrum mit Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung steht in diesem Prozess der Weiterentwicklung.

    Von der reinen Förderschule hat sich das Aufgabengebiet in den vergangenen Jahren erweitert

    Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Idee der Inklusion voran zu treiben und Unsicherheiten, Befürchtungen und Berührungsängste abzubauen. Das hessische Schulgesetz eröffnet den Eltern seit 2012 die Möglichkeit als Förderort für ihr Kind auch die allgemeine Schule im Rahmen einer inklusiven Beschulung zu wählen.
    Die Christoph-Graupner-Schule ist ein Angebot der Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.


     

    Leitidee

    Wir sehen jede Schülerin und jeden Schüler als einmalige Persönlichkeit.

    Unsere gemeinsame Aufgabe ist ihre individuelle Förderung mit dem Ziel, sie zu befähigen, selbstbewusst und weitestgehend eigenverantwortlich am Leben in Familie, Gesellschaft und Beruf teilhaben zu können.

    Leitsätze

    Leitsatz 1

    Die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit bilden die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler.

    Leitsatz 2

    Wir gestalten einen offenen Unterricht in heterogenen Lerngruppen.

    Leitsatz 3

    Wir verknüpfen Lernsituationen innerhalb und außerhalb des Schulgebäudes.

    Leitsatz 4

    Wir arbeiten im Team.

    Leitsatz 5

    Die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus ist für uns ein wesentlicher Bestandteil der Förderung und Grundlage für einen gelingenden Erziehungsprozess.

    Leitsatz 6

    Wir tragen Mitverantwortung.

    Leitsatz 7

    Wir verstehen uns als Ausbildungsstätte und legen Wert auf Fort- und Weiterbildung.

    Leitsatz 8

    Wir unterstützen die Teilhabe unserer Schülerinnen und Schüler an ihrem gesellschaftlichen Umfeld.

    Leitsatz 9

    Wir ermöglichen unseren Schülerinnen und Schülern demokratisches Handeln einzuüben und zu leben.

    Leitsatz 1

    Die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit bilden die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler.

    Intention

    Wir wollen jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler, ausgehend von ihren/seinen individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten, ihren/seinen Interessen und Verhaltensweisen, durch spezielle Maßnahmen und Hilfsangebote fördern, so dass ihr/ihm Lernfortschritte in allen Entwicklungsbereichen ermöglicht werden.

    Die Schülerinnen und Schüler sollen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung durch gezielte Fördermaßnahmen unterstützt werden, um

    Das bedeutet:
    Die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler sind entscheidende Faktoren, um eine pädagogische Förderung zu planen (Förderpläne), durchzuführen (Differenzierungsmaßnahmen) und die Ergebnisse (Lernziele) zu reflek- tieren.

    Umsetzung

    Der Unterricht berücksichtigt die individuelle Lernausgangslage und erfordert

    eine regelmäßige Förderdiagnostik

    Die Förderdiagnostik ist die Grundlage der individuellen Förderplanung. Sie dokumentiert den Lernstand der Schülerinnen und Schüler, aus der sich die Planung und Durchführung der individuellen Fördermaßnahmen ergeben.

    Ab dem 1. Schulhalbjahr 2011/12 werden zur Unterstützung der Lernstandsdiagnostik Kompetenzraster in den Bereichen Pränumerik und Phonologische Bewusstheit, sowie das sensomotorische Entwicklungsgitter nach Kiphard verbindlich angewendet (siehe Anlage: Kompetenzraster Pränumerik, Kompetenzraster Phonologische Bewusstheit, Sensomotorisches Entwicklungsgitter nach Kiphard).

    Das Erstellen von individuellen Förderplänen

    Die Förderpläne werden pro Schulhalbjahr erstellt und entsprechend evaluiert. Sie sind Bestandteil der Schülerakte. Sie enthalten geplante Erziehungs- und Unterrichtsziele, sowie konkrete Fördermaßnahmen. Die Inhalte der Förderpläne werden von den Mitgliedern der Klassenteams erstellt und mit den Eltern, sowie den Schülerinnen und Schülern besprochen. Ihre Wünsche werden einbezogen. Hierzu finden regelmäßige Förderplangespräche im 1. Schulhalbjahr bis zu den Herbstferien, im 2. Schulhalbjahr am Elternsprechtag im März statt.

    Als Grundlage für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der halbjährlichen Förderplangespräche mit den Eltern und den Schülerinnen und Schülern gilt ab dem 2. Halbjahr 2011/2012 ein von der Gesamtkonferenz abgestimmter Leitfaden (s. Anlage: Leitfaden für Förderplangespräche).

    Liegt eine individuelle Erziehungsvereinbarung zwischen den Eltern und der Schule vor, ist diese Bestandteil des Förderplans.

    Die kontinuierliche Dokumentation des Förderprozesses

    Die Dokumentation schließt zum einen die Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler, zum anderen die Umsetzung des konkreten Unterrichts sowie die notwendigen Modifizierungen der geplanten Lernarrangements und Maßnahmen ein.

    Ab dem 2. Halbjahr 2011/2012 führt jede Schülerin und jeder Schüler ein Portfolio nach einer erstellten Vorlage, wenn nötig mit Unterstützung eines Erwachsenen. Verantwortlich ist das Klassenteam mit den Eltern. Das Portfolio wird in der Klasse aufbewahrt, soll jährlich bis zum Ende des Schuljahres aktualisiert und zu den Förderplangesprächen hinzugezogen werden. Am Ende der Schulzeit geht das Portfolio in den Besitz der Schülerin, des Schülers über (s. Anlage: Portfolio für Schülerinnen und Schüler).

    Die Evaluation der individuellen Förderung

    Die Evaluation ist die Grundlage zur Fortschreibung des Förderplans. Sie dokumentiert, inwieweit die Lernziele erreicht wurden, d.h. die Unterrichtsplanung und die durchgeführten Fördermaßnahmen erfolgreich waren.

    Leitsatz 2

    Wir gestalten einen offenen Unterricht in heterogenen Lerngruppen.

    Intention

    Der Unterricht wird im Rahmen eines fächerübergreifenden Gesamtunterrichts erteilt.

    Die Zusammensetzung der Klassen erfolgt, in der Regel, nach Lebensalter. Die Bildung von Schwerstbehindertengruppen lehnen wir, nicht zuletzt aufgrund unseres postulierten Menschenbildes ab. Verschiedene Unterrichtsformen greifen in einander.

    Klassenübergreifende Lerngruppen in Form von Kursen, AGs und Projekten ergänzen den Unterricht im Klassenverband.

    Umsetzung

    Klasseninterne Unterrichtsformen

    Übergreifende Unterrichtsformen

    Kooperative Angebote

    Kooperative Angebote sind laut der Verordnung über den Unterricht, Erziehung und sonderpädagogische Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen (VOBS vom 15.05.2012) Maßnahmen für einzelne Schülerinnen und Schüler, die der Abstimmung zwischen den beteiligten Schulen bedürfen.

    Absprachen zu kooperativen Angeboten bestehen mit der nahe gelegenen Ernst-Elias- Niebergall-Schule und werden wechselseitig genutzt. Mit dem Ziel der besseren Förderung in Teilbereichen nimmt ein Schüler/eine Schülerin am Unterricht einer Lerngruppe der jeweils anderen Schule teil.

    Leitsatz 3

    Wir verknüpfen Lernsituationen innerhalb und außerhalb des Schulgebäudes.

    Intention

    Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, den Schülerinnen und Schülern eine größtmögliche Selbstständigkeit sowohl im schulischen als auch im außer- und nachschulischen Leben zu ermöglichen. Die Voraussetzung dazu bieten Förderangebote, die die einzelnen Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, ein hohes Maß an Sozial- Handlungs- und Materialkompetenz in allen Lebensbereichen zu erwerben.

    Die individuelle Bedürfnislage und die Interessen der Schülerinnen und Schüler orientieren sich mit zunehmendem Alter und Reife in besonderem Maße im außerschulischen Bereich und müssen daher immer stärker berücksichtigt werden. Damit Schülerinnen und Schüler ihre ihnen individuell mögliche Selbstständigkeit erlangen können, ist eine gezielte Vorbereitung in der Schule, gekoppelt mit der praktischen Umsetzung in ihrer Lebenswelt unabdingbar.

    Dies beinhaltet Kompetenzerwerb in vielfältigen Erfahrungsfeldern durch

    Umsetzung

    Durch die Verlegung von Lernorten in die außerschulische Lebenswelt wird weiterhin einer möglichen sozialen und räumlichen Isolation entgegen gewirkt. Die einzelnen Schülerinnen und Schüler werden durch den handelnden Umgang mit und in der Umwelt in die Lage versetzt, sich als deren Bestandteil zu verstehen, in ihr zu kommunizieren und zu interagieren. Auch das soziale Umfeld und die Gesellschaft erhalten die Möglichkeit, die Schülerschaft der Christoph-Graupner-Schule wahrzunehmen, zu akzeptieren und Berührungsängste und Vorurteile abzubauen.

    Ausgewählte Beispiele für Verknüpfungen von schulischen und außerschulischen Lernsituationen:

    Lernort Schule Lernort außerhalb der Schule
    Kompetenzbereich Selbstversorgung:

    Gemeinsames Frühstück und Mittagessen im Rahmen der Ganztagsschule, Kochunterricht, Hauswirtschaftsunterricht, Arbeitslehrekurs Schülerbistro, Grüner Tag

    Einkauf im Supermarkt, Restaurant-, Café- und Kantinenbesuche, Selbstversorgung im häuslichen Bereich, Landheimaufenthalte, Klassenfahrten, Praktika in Kantine oder Restaurant

    Kompetenzbereich Bewegung und Mobilität:

    Bewegungsangebote Sport, Psychomotorik, Reiten, Schwimmen, Airtramp Fahrradfahren im Schulhof in den Pausen, Verkehrserziehung im Schulhof

    Teilnahme an Schwimmfesten, Stadtlauf, Fußballturnieren, Reitvorführungen, Sportfesten, Skifreizeit Durchführung von Gleitsport-, Kanu-, Kletterprojekten

    Verkehrserziehung im städtischen Verkehrsgarten, Stadtorientierung, Fahrtraining /Mobilitätstraining Benutzen öffentlicher Verkehrsmittel im Rahmen der selbständigen Bewältigung des Schulweges und in der Freizeit

    Kompetenzbereich Leben in der Gesellschaft:

    Feste und Feiern, z.B. Geburtstage, jahreszeitlich orientierte Feste, schulinterne Disco, Theater- und Filmvorführung, Kostümfeste, stufenbezogene Feste

    Einwahl in Kurse und Projekte, Führen des Schülerportfolios, Mitgestaltung schulischer Prozesse in Klassen- und Schülerrat

    Besuche von Theater, Discotheken, Kino, Varieté oder Museen, Ausflüge zu Vergnügungsparks, Volksfesten, Tierparks, Flughafen, Teilnahme an Freizeitgruppen von Verbänden und Kirchengemeinden, Landheimaufenthalte / Klassenfahrten

    Mitsprache bei der Berufswegeplanung in Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk Südhessen und der Agentur für Arbeit

    Kompetenzbereich Deutsch:

    Erkennen und Verstehen von Piktogrammen, Erfassen von Ganzwörtern, Wortsynthese, sinnentnehmendes Lesen

    Sich orientieren an Symbolen und Informationstafeln in öffentlichen Gebäuden, Einrichtungen und Geschäften, Schreiben von Bewerbungen und Lebenslauf

    Kompetenzbereich Ästhetik und Kreativität:

    Kunstprojekte in Haus und Schulhof, Arbeitslehrekurs Werken, Produktherstellung für Schulfeste und Weihnachtsbasar

    Ausstellungen im öffentlichen Raum, Praktika in gestalterischen Arbeitsfeldern, Verkauf der eigenen Produkte bei Schulfesten und Weihnachtsbasar

    Theater-AG, Tanz-AG, Chor Auftritte in der Öffentlichkeit, z.B. bei Schultheatertagen

    Kompetenzbereich Gesundheitsvorsorge:

    Zahnpflege, Grüner Tag, geschlechtsspezifische Gruppen im Bereich Hygiene und Körperbewusstsein

    Projekte auf dem Lernort Bauernhof, Besuche bei Organisationen wie Pro Familia, Wildwasser …,

    Sprache und Kommunikation:

    Erlernen und Einüben des Umgangs mit Mitteln der Unterstützten Kommunikation

    Nutzen der Kommunikationsmittel in der Öffentlichkeit (Einkaufen, Restaurant…)

    Absprachen zur Durchführung des außerschulischen Lernortes Landheimaufenthalte / Klassenfahrten

    Reiseziel, Dauer und Entfernung eines Landheimaufenthaltes richten sich nach den besonderen Bedingungen der einzelnen Klassen. Je nach pädagogischer Zielsetzung können die Fahrten klassen- oder stufenübergreifend stattfinden. Mehrtägige Klassenfahrten können in allen Jahrgängen angeboten werden. Mindestens einmal in jeder Stufe (Grundstufe, Mittelstufe, Hauptstufe und Berufsorientierungsstufe) sollte jede Schülerin und jeder Schüler die Gelegenheit zur Teilnahme an einer Klassenfahrt haben.

    Das Vorhaben, eine Klassenfahrt durchzuführen, wird auf einem gemeinsamen Elternabend besprochen und abgestimmt. Zur Durchführung bedarf es der Zustimmung von mindestens zwei Dritteln der Elternschaft. Mit der Zustimmung verpflichten sich die Eltern zur Finanzierung der Fahrtkosten ihres Kindes (siehe Anhang: Fahrplan für Landheimfahrten – Termine, Infos und Kopiervorlagen).

    Neben den vorgenannten Landheimaufenthalten und Klassenfahrten können „mehrtägige Veranstaltungen mit sportlichem Schwerpunkt“ durchgeführt werden. Diese Veranstaltungen können klassen- oder stufenübergreifend stattfinden. Es handelt sich um ein zusätzliches Angebot für ausgewählte Schülerinnen und Schüler. Die Teilnahme ist freiwillig. Mit der Zustimmung verpflichten sich die Eltern wiederum zur Finanzierung der Fahrtkosten ihres Kindes. (vgl. hierzu auch Erlass über Schulwanderungen, Schulfahrten 10/1995 (Abl. 96/S. 7) zuletzt geändert 6/1999 (Abl. 7/99/S. 592)

    Hinsichtlich der Zielsetzung, besonders die Selbstständigkeit der älteren Schülerinnen und Schüler zu fördern, werden in der Berufsorientierungsstufe jährlich Klassenfahrten angeboten. Nicht zuletzt zur Kostenminimierung finden in einem Drei-Jahres- Rhythmus folgende Angebote statt:

    Davon ausgehend, dass die Schülerinnen und Schüler in der Regel drei Jahre die Berufsorientierungsstufe besuchen, wird jede Schülerin und jeder Schüler an jedem Ereignis teilnehmen können.

    Leitsatz 4

    Wir arbeiten im Team.

    Intention

    Unter verantwortlicher Führung der Klassenleitung arbeitet ein multiprofessionelles Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in einer Klasse zusammen. Es ist die Auf- gabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klassenteams entsprechend ihren/ihrer Qualifikationen den Lern,- Erziehungs- und Entwicklungsprozess der Schülerinnen und Schüler mit zu gestalten. Dies ermöglicht eine individuelle und gezielte Förderung der Schülerschaft innerhalb der Klassen/Stufen.

    Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet dies, Beziehungen zu unterschiedlichen Per- sonen aufbauen zu können. Das Team hat Vorbildfunktion für den menschlichen Umgang miteinander.

    Umsetzung

    Inhalte der Teamarbeit

    Teamzusammensetzung

  • Die Teams werden von der Schulleitung unter Berücksichtigung der Kollegiumswünsche und unter Mitwirkung des Personalrates sowie der personellen und strukturellen Gegebenheiten der Schule zusammengesetzt. Vorrangig berücksichtigt werden die Bedürfnisse (z.B. individueller Pflegebedarf, medizinische Versorgung, besonderer Aufsichtsbedarf etc.) der Schülerinnen und Schüler.
  • Vor Schuljahresende werden im Rahmen der Gesamtkonferenz die Klassenleitungen festgelegt.
  • Teambildungswünsche können im Vorfeld bei der Schulleitung schriftlich auf einem internen Formular eingereicht werden.
  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden, falls möglich, in höchstens zwei
  • Ein Team besteht möglichst bis zum Schuljahreswechsel.
  • Ist im Konfliktfall eine Arbeitssituation nicht mehr tragbar, wird gemeinsam mit z.B. der Stufenleitung, dem Personalrat oder der Schulleitung nach einer Lösung gesucht und ggf. den Wechsel in ein anderes Team ermöglicht.
  • Kriterien der Teamarbeit

  • Teamentscheidungen werden soweit möglich auf Konsensbasis getroffen. Die Verantwortung liegt bei der Klassenleitung.
  • Die verbindlichen Absprachen zur Arbeit in den Lerngruppen werden gemeinsam getragen, umgesetzt und evaluiert.
  • Teammitglieder planen und gestalten gemeinsam Elternabende und Elterngespräche.
  • Teammitglieder unterrichten sich untereinander bei Dienstunfähigkeit.
  • Teams sind bereit, Personal abzugeben, wenn Ausfälle in anderen Teams entstehen.
  • Teammitglieder sowie die Stufenleitungen stehen für neue Kolleginnen und Kollegen als Ansprechpartner zur Verfügung.
  • Neuen Kolleginnen und Kollegen wird ein Leitfaden ausgehändigt, der einen Überblick über pädagogische und organisatorische Strukturen der Schule gibt. (s. Anhang: Leitfaden für neue Kolleginnen und Kollegen).
  • Schulsozialarbeit, schulpsychologischer Dienst, Beratungsstellen externe Therapeuten etc. sollen zur Beratung und Unterstützung der Arbeit in den Teams herangezogen werden.
  • Im Konfliktfall können Teams interne und externe Beratung anfordern.
  • Teams gestalten den Stundenplan unter Berücksichtigung personellen und strukturellen Vorgaben nach Absprache mit der Schulleitung.
  • Leitsatz 5

    Die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus ist für uns ein wesentlicher Bestandteil der Förderung und Grundlage für einen gelingenden Erziehungsprozess.

    Intention

    Die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler wird effektiver, wenn ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen Elternhaus und Schule stattfindet. Eine wertvolle Unterstützung für die Schule ist das Einbringen von außerschulischen (elterlichen) Ressourcen.

    Eltern sollen Schule mittragen können. Sie müssen deshalb in angemessener Form beteiligt werden. Eltern haben ein Recht auf Information, Mitbestimmung, Anhörung und Wertschätzung ihrer Erziehungskompetenz.

    Das Recht, die Pflicht und die Verantwortung für die Erziehung liegen bei den Eltern. Sie werden dabei von uns unterstützt, beraten und ergänzt. Schule hat den Auftrag und die Verpflichtung, individuell und gesellschaftlich bedeutsame Lernprozesse zu initiieren, zu strukturieren und inhaltlich zu begründen.

    Durch diesen wechselseitigen Austausch ist die Kooperation zwischen Schule und Elternhaus Grundlage für einen gelingenden Entwicklungsprozess.

    Umsetzung

    Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus findet in verschiedenen Bereichen/auf unterschiedlichen Ebenen statt:

    Schülerbezogene Zusammenarbeit

    Schulische Gremienarbeit

    Mitgestaltung des Schullebens

    Vernetzung von Elternhaus, Schule und Öffentlichkeit

    Elterninitiativen

    Leitsatz 6

    Wir tragen Mitverantwortung.

    Intention

    Im Hessischen Referenzrahmen wird die zunehmende Erweiterung der Eigenverantwortung von Schulen als Basis einer zielgerichteten und effektiven Schulentwicklung hervorgehoben (vgl. HRS S. 3). Damit erhält die Schule zugleich mehr Verantwortung für die Entwicklung und Qualität ihrer pädagogischen Arbeit.

    Die Einbindung in schulische Entscheidungsprozesse ermöglicht jeder Kollegin und jedem Kollegen Verantwortung an der Schulgestaltung zu übernehmen. Die Mitwirkung an der Qualitätsentwicklung und damit an einer erfolgreichen pädagogischen Arbeit ist gegeben.
    Die wertschätzende Kooperation zwischen Schulleitung und Kollegium ist eine Grundlage für die Zusammenarbeit.
    Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Einbindung des Kollegiums in die Haushaltsplanung sowie die Offenlegung der materiellen, finanziellen und personellen Ressourcen. So entsteht Transparenz der schulorganisatorischen Strukturen und Bedingungen. Die Forderung des Hessischen Referenzrahmens nach einem schulinternen Controllingsystem für den Ressourceneinsatz sind damit erfüllt (vgl. HRS S. 52).

    Umsetzung

    Mitarbeit an der Ressourcenverteilung

    Mitarbeit in schulischen Gremien und Arbeitsgemeinschaften

    Im Rahmen der pädagogischen Verantwortung für die Entwicklung und Qualität der pädagogischen Arbeit bestehen schulische Gremien, die fortlaufend arbeiten. Ihr Arbeitsauftrag ergibt sich aus Vorgaben des hessischen Schulgesetzes, des hessischen Referenzrahmens, den Richtlinien für den Unterricht und der Verordnung über die sonderpädagogische Förderung. Die Mitglieder eines Gremiums werden von der Gesamtkonferenz gewählt.
    Außerdem bestehen Arbeitsgemeinschaften (AG‘s) mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Je nach Inhalt und Aktualität arbeiten diese AGs über einen längeren Zeitraum oder bilden sich für einen begrenzten Arbeitsauftrag.
    Ergebnisse sowohl der Gremien- als auch der AG-Arbeit werden in Konferenzen vorgestellt und abgestimmt. Ausgewählte Beispiele finden sich unter Punkt 4 „Qualitätsentwicklung“.

    Leitsatz 7

    Wir verstehen uns als Ausbildungsstätte und legen Wert auf Fort- und Weiterbildung.

    Intention

    Wir bieten einen Rahmen für praktische Erfahrungen als Teil der Ausbildung in vielfältigen pädagogischen Berufsfeldern.

    Jede Klassenleitung ist grundsätzlich bereit, Lehrerinnen und Lehrer im Vorbereitungsdienst auszubilden bzw. Praktikantinnen und Praktikanten aufzunehmen. Wir leisten einen wichtigen Beitrag, um für die Tätigkeit in diesem Arbeitsfeld zu motivieren und durch die Weitergabe unserer Erfahrungen die Auszubildenden zu qualifizieren.

    Wir sehen in der Zusammenarbeit mit Auszubildenden eine große Chance, uns mit neuen theoretischen Konzepten auseinanderzusetzen und dadurch zusätzliche Anregungen zur eigenen Reflexion zu erhalten.

    Der Erhalt und die Weiterentwicklung unserer beruflichen Kompetenzen sind uns wichtig. Hierzu nehmen wir regelmäßig an schulischen und außerschulischen Fortbildungen teil, die sich am schuleigenen Fortbildungsplan orientieren.

    Nach dem neuen Hessischen Lehrerbildungsgesetz von 2011 sind Lehrkräfte verpflichtet, „ihre berufsbezogene Grundqualifikation zu erhalten und weiterzuentwickeln. Über die Wahl der hierfür geeigneten Fortbildungsangebote entscheiden die Lehrkräfte in Abstimmung mit der Schulleitung“ (HLbG §66, Abs.1).

    Laut §67 werden in einem Fortbildungsplan die schulbezogenen Qualifizierungsanforderungen festgelegt.

    Umsetzung

    Christoph-Graupner-Schule als Ausbildungsstätte

    Leitsatz 8

    Wir unterstützen die Teilhabe unserer Schülerinnen und Schüler an ihrem gesellschaftlichem Umfeld.

    Intention

    Zur Umsetzung unseres Bildungsangebotes ist die Öffnung zum regionalen Umfeld und das Knüpfen von Kontakten zu öffentlichen Einrichtungen, freien Trägern und Betrieben der freien Wirtschaft notwendig. Dies ist gleichzeitig ein Beitrag zur Umsetzung von Inklusion.

    Die Kooperation trägt zur Erweiterung des Bildungsangebotes für unsere Schülerinnen und Schüler bei. Die wechselseitige Teilnahme am gesellschaftlichen Leben bietet die Möglichkeit eines Erfahrungsaustausches innerhalb unterschiedlicher Lebensbereiche.

    Eine Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern soll den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, sich individuell ihren Bedürfnissen und Anforderungen entsprechend, in der Gesellschaft zu orientieren. Des Weiteren können sich durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern Anregungen zur Freizeitgestaltung ergeben. Einzelnen Schülerinnen und Schülern oder Schülergruppen eröffnen sich so Möglichkeiten zur Teilhabe an unterschiedlichen Lebensbereichen ihrer Umgebung.

    Durch die Kooperation und Kommunikation kann ein vielfältiges Angebot an gemeinsamen Aktivitäten erfolgen und ein Austausch pädagogischer Hilfeleistungen stattfinden. Ein auf diese Weise entstehendes Netzwerk ermöglicht eine Vielfalt an Teilhabe im Sozialraum.

    Grundsätzlich bedeutet Kooperation für jedes Mitglied unseres Kollegiums die Bereitschaft, sich anderen Menschen und Institutionen gegenüber zu öffnen, was die Basis jeglicher Zusammenarbeit darstellt.

    Umsetzung

    Kooperationspartner sind unter anderem (siehe Anhang: Kooperationspartner):

    Leitsatz 9

    Wir ermöglichen unseren Schülerinnen und Schülern demokratisches Handeln einzuüben und zu leben.

    Intention

    Grundprinzipien der Demokratie bilden eine wesentliche Grundlage der Unterrichtsgestaltung und des Unterrichtsalltags an der Christoph-Graupner-Schule.
    Durch die Einrichtung von Klassenräten und einem Schülerrat, in dem sich die gewählten Klassensprecherinnen und Klassensprecher treffen, erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Übungsfeld, in dem sie ihre Interessen äußern und vertreten können. Sie werden in ihren Anliegen ernst genommen, übernehmen die Verantwortung für ihr Handeln und erleben Gestaltungsfreiräume.
    Wichtigster Schritt auf dem Weg zu Mitsprache und Mitentscheidung ist, dass die Schülerinnen und Schüler Wertschätzung erfahren („ich bin wichtig“) und damit immer mehr die Wahrnehmung für die eigenen Bedürfnisse und die der Anderen zu schärfen. Ziel der Arbeit der Schülervertretung ist, den Schülerinnen und Schülern bewusst zu machen, dass sie ein Recht auf Mitsprache und Mitentscheidung in all den Bereichen des täglichen Lebens haben, die sie betreffen.
    Als Pädagogen sind wir verpflichtet, die Schülerinnen und Schüler in diesem Prozess zu begleiten und angemessen zu unterstützen. Es gilt dabei, die Balance zwischen Überforderung in der Selbstbestimmung und einer zu weit reichenden Fremdbestimmung zu halten. In diesem demokratischen Prozess müssen wir lernen, unseren Schülerinnen und Schülern Verantwortung zu übergeben und ihre Entscheidungen mitzutragen.

    Umsetzung

    3 Weiterentwicklung und Qualitätssicherung
    - externe und interne Evaluation -

    Die Christoph-Graupner-Schule befindet sich seit ihrer Gründung im Jahr 1973 in einem stetigen Entwicklungsprozess.
    Mit Beginn der Schulprogrammarbeit im Juni 1998 ist die Weiterentwicklung systematisch, zielgerichtet und selbstreflexiv in Gremien und wechselnden Arbeitsgruppen, die sich je nach Fragestellung zusammenfinden, organisiert.

    2008 und 2012 fand jeweils eine externe Evaluation in Form einer Schulinspektion statt. Die Schulinspektion setzt empirische Instrumente ein und bewertet den Stand der Qualitätsentwicklung. Die Schulinspektionen haben durch eine schulspezifische, empirisch gestützte Rückmeldung Impulse zur weiteren Entwicklung gegeben. Die Ergebnisse führten zu Zielvereinbarungen mit dem Staatlichen Schulamt.
    Unter interner Evaluation wird die Bestandsaufnahme, Analyse und kritische Einschätzung und Bewertung der eigenen Praxis verstanden. Interne Evaluation soll der Schule helfen, die Arbeit aller Beteiligten wirkungsvoller zu gestalten. Die Ergebnisse der Evaluation sollen verlässliche Grundlagen für Diskussionen über schulische Projekte, Maßnahmen und Themen, deren Veränderung und/oder Verbesserung bieten.

    3.1 Aufgaben der Steuerungsgruppe

    Schulintern wird die Weiterentwicklung hauptsächlich durch die Steuerungsgruppe gelenkt. Diese besteht aus Mitgliedern des Kollegiums und der Schulleitung, die von der Gesamtkonferenz gewählt werden.

    Aufgaben:

    Arbeitsweise:

    Die Steuerungsgruppe trifft sich in regelmäßigen Abständen zur Besprechung von anstehenden Themen. Die Bearbeitung der Themen und die Terminierung der Weitergabe an das Kollegium sind von den Inhalten abhängig. Das Kollegium und /oder die Eltern werden in geeigneter Form, z.B. über pädagogische Konferenzen, Pädagogische Tage, Elternabende und Informationswände in den Prozess eingebunden.
    Kriterien für die Auswahl der Entwicklungsvorhaben sind:

    3.2 Arbeitsfelder auf der Grundlage externer Evaluation

    3.2.1 Arbeitsfeld Schulinspektion 8/2008

    3.2.1.1 Prozessschritte

    3.2.1.2 Zielvereinbarungen

    Zielvereinbarung 1

    Die Schülerinnen und Schüler beteiligen sich an der schulischen Gestaltung mit.

    Begründung der Vereinbarung

    Die Schülerinnen und Schüler übernehmen durch die Einführung eines Klassen und Schülerrats Mitverantwortung für das schulische Miteinander. Sie lernen darüber demokratische Entscheidungsprozesse kennen und tragen diese mit und stärken darüber ihr Selbstwertgefühl.

    Zielerreichung

    Klassensprecher/innen, Schülerrat und Verbindungslehrer/innen sind gewählt und arbeiten.

    Der Leitsatz 9 des Schulprogramms „Wir ermöglichen unseren Schülerinnen und Schülern demokratisches Handeln einzuüben und zu leben“ wird abgestimmt in der Gesamt- und Schulkonferenz. Ein Leitfaden mit schulrechtlichen Vorgaben und Anregungen zur Umsetzung (Beschluss 2/2010) im Unterricht ist implementiert (siehe Anhang: Leitfaden Schülerrat).

    Zielvereinbarung 2

    Die Schülerinnen und Schüler lernen auf der Grundlage einer ganzheitlich abgestimmten Förderplanung. Eine qualitätsorientierte Weiterentwicklung integriert folgende Förderbereiche:

    Begründung der Vereinbarung

    Qualitätsentwicklung sowie Verbindlichkeit, Transparenz und Teilhabe für Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Schülerinnen und Schüler.

    Zielerreichung

    Die Förderbereiche sind bearbeitet und in den Gremien abgestimmt.

    3.2.2 Arbeitsfeld Schulinspektion 2011/2012

    3.2.2.1 Prozessschritte

    3.2.2.2 Zielvereinbarung

    Im Juli 2014 liegt ein überarbeitetes Schulprogramm vor, das im Sinne einer qualitätsorientierten Weiterentwicklung der CGS
     
    - 9 Leitziele sowie deren
    - Intentionen und konkrete Umsetzungen
     
    beschreibt.

    3.3 Arbeitsfelder auf der Grundlage interner Evaluation

    3.3.1 Arbeitsfeld Förderkonzeption

    Basierend auf der Zielvereinbarung 2 der ersten Schulinspektion beschließt die Gesamtkonferenz die Erarbeitung einer Förderkonzeption für die Schule als Grundlage einer ganzheitlich abgestimmten Förderplanung. Sie wird laut Beschluss der Gesamtkonferenz am 02.11.2009 Bestandteil des Schulprogramms.

    3.3.1.1 Ziele der Förderkonzeption

    Wir wollen die Schülerinnen und Schüler an der schulischen Gestaltung mit beteiligen.

    Wir wollen die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler durch Förderplangespräche optimieren.

    Wir wollen den individuellen Lernstand der Schülerinnen und Schüler systematisch erheben.

    Wir wollen zur bestmöglichen Förderung der Schülerinnen und Schüler eng mit den Eltern zusammenarbeiten.

    Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler mit einem ressourcen- und kompetenzorientierten Personalkonzept ganzheitlich fördern.

    Wir wollen die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler sowie des schulischen Personals nachhaltig fördern.

    Wir wollen die Kommunikationsstrukturen innerhalb der Schulgemeinde verbessern.

    Wir wollen die Schülerinnen und Schüler bei ihrer individuellen Lebensplanung unterstützen.

    3.3.1.2 Umsetzungen der Förderkonzeption
    Schülerrat

    (GK-Beschluss am 08.02.2010)
    Ab dem 01.03.2010 wird für alle Klassen der Mittel-, Haupt -und Werkstufe (Berufsorientierungsstufe) eine Klassenratsstunde im Stundenplan festgeschrieben. Das Klassenteam legt den Zeitpunkt der Stunde individuell im Stundenplan fest.
    In der Grundstufe sind erste Elemente der Selbstbestimmung im Rahmen des Unterrichts einzuüben.
    Etwa vier Wochen nach den Sommerferien werden in den Klassen der Mittel-, Haupt- und Bo-Stufe Klassensprecher und Stellvertreter gewählt. Die Klassensprecher bilden den Schülerrat der Christoph-Graupner-Schule. Dieser wählt zu seiner Unterstützung zwei Verbindungslehrerinnen/Verbindungslehrer und/oder sozialpädagogische Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter (siehe Anhang: Von der Fremdbestimmung zur Selbstbestimmung).

    Förderplangespräche

    (GK-Beschluss vom 06.02.2012)
    Der Leitfaden Förderplangespräche wird ab dem 2. Halbjahr 2011/12 als Grundlage für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Förderplangespräche angewendet. (siehe Anhang: Leitfaden Förderplangespräche).

    Lernstand

    (GK Beschluss 08.11.2010)
    Kompetenzraster zur Pränumerik und zur Phonologischen Bewusstheit sowie ein sensomotorisches Entwicklungsgitter werden für die Lernstandsdiagnostik verpflichtend ab dem Sj.2011/12 abgestimmt. (siehe Anhang: Kompetenzraster Pränumerkik, Kompetenzraster Phonologische Bewusstheit, Senosomotorisches Entwicklungsgitter nach Kiphard).

    Elternarbeit

    (GK Beschluss vom 10.01.2011)
    Die Eltern erhalten einen Elternfragebogen „Eltern unterstützen Schule“. Alle Eltern der neu aufgenommenen Schülerinnen und Schüler erhalten diesen Fragebogen. (siehe Anlage: Elternbrief des Schulelternbeirats, Elternfragebogen „Eltern unterstützen Schule“). Auf der Homepage der Schule wird eine Elternseite eingerichtet.

    Personalkonzept

    (GK Beschluss vom 06.06.2011)
    Ein Leitfaden für neue Kolleginnen und Kollegen, der einen Überblick über pädagogische und organisatorische Strukturen gibt, wird abgestimmt. (siehe Anhang: Leitfaden für neue Kolleginnen und Kollegen).

    Schule und Gesundheit

    (GK Beschluss 7.6.2010)
    Ab dem Schuljahr 2010/11 wird ein „grüner Tag“ eingerichtet. An jedem Dienstag erhält jede Klasse Rohkost und Salat zur Zubereitung. Bei Bedarf kann ein Gericht über die übliche Bestellung dazu geordert werden.
    GK Beschluss 08.03.2010 beschließt eine Belastungsanalyse (Mitarbeitergesundheit) in Form eines Fragebogens (BELA) durchzuführen. Pädagogischer Tag über Stressmanagement über den Medical Airport Service. Es werden Fortbildungen im Rahmen von Schule und Gesundheit von Schulleitungsmitgliedern wahrgenommen sowie Schulungen bei der Unfallkasse Hessen.

    Lebensplanung

    (GK-Beschluss vom 28.11.2011)
    Ab dem 2. Halbjahr des Schuljahres 2011/12 soll jede Schülerin/jeder Schüler ein Portfolio nach der erstellten Vorlage mit Unterstützung Erwachsener führen. Verantwortlich ist das Klassenteam in Zusammenarbeit mit der Familie. Das Portfolio wird in der Klasse aufbewahrt und soll jährlich bis zum Ende des Schuljahres aktualisiert und zu den Förderplangesprächen hinzugezogen werden. Die Eltern werden im Rahmen eines Elternabends über die Inhalte und die Bedeutung des Portfolios informiert. Am Ende der Schulzeit geht es in den Besitz des Schülers/ der Schülerin über. (siehe Anhang: Schülerportfolio)

    Kommunikation

    (GK 2011 Fragebogen)
    Die Konferenzstrukturen werden geändert. Es finden weniger Gesamtkonferenzen zugunsten von kurzen Stufen und Teamgesprächen im wöchentlichen Wechsel statt. Der „Graupner-Tag“ ist geblieben.
    Ein offener Stammtisch für das Kollegium findet regelmäßig statt.

    Räumliche Veränderungen

    Umbauten ab 8/2011 bis Ende 2011
    In Verhandlungen der Schulleitung mit dem Schulträger werden durch Einziehen einer Trennwand neue Räume für die Schulleitung geschaffen. Das Kollegium kann sich damit schneller an die gewünschten Gesprächspartner wenden. In einem Container werden drei neue Räume für Beratung, Therapie und Schülerbibliothek geschaffen.

    3.3.2 Arbeitsfeld Stufenkonzeption

    Das Kollegium der Christoph-Graupner-Schule erarbeitet unter der Federführung der Stufenleitung für die Grund-und Mittelstufe sowie der Haupt-und Berufsorientierungsstufe ein schulspezifisches Curriculum seit 2012.
    Dabei wird besonderer Wert darauf gelegt, die Vielfalt der Inhalte und Methoden aufzuzeigen und die Schwerpunkte der Kompetenzbereiche in den einzelnen Stufen darzustellen. Auf der Basis eines pädagogischen Konsens´ sollen die jeweiligen Stufenkonzeptionen sowohl Orientierungshilfen geben als auch Übergänge und Absprachen verbindlicher gestalten.

    Erste Schritte sind eine Bestandsaufnahme und Ermittlung des Ist-Zustandes nach den Kriterien

    Um den Prozess zu steuern wird in der Folge weiterhin die Methode der Gruppenarbeit im Rahmen von pädagogischen Konferenzen beibehalten. Die Arbeitsergebnisse sind transparent, das Kollegium in alle Schritte eingebunden und die Umsetzung wird evaluiert. Die Prozesssteuerung erfolgt über die Stufenleiterinnen.

    Es folgen weitere Abfragen in den einzelnen Stufen zu folgenden Fragen:

    Pädagogischer Tag zum Thema Stufenkonzeption 2012:

    Im Hinblick auf die anstehende Überarbeitung der Richtlinien für Unterricht und Erziehung im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung werden am pädagogischen Tag erstmals die neuen Kompetenzbereiche in die Stufenkonzeption aufgenommen. Auf dieser Grundlage werden

    Weiterarbeit 2014

    Um den Prozess zielorientiert fortzusetzen wird ein externer Coach eingeladen, der beratend die Stufenleitungen unterstützt.
    In einer Stufenkonferenz werden dem Kollegium die Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeit präsentiert.
    Gleichzeitig wird mit diesen Ergebnissen weitergearbeitet. Arbeitsauftrag hierzu ist, einen Abgleich mit den neuen Richtlinien vorzunehmen und ggf. Aussagen zu ordnen und zu ergänzen.

    Geplant ist erneut die Auswertung und darauf basierend die Weiterarbeit zu der oben genannten Fragestellung. Über einen weiteren Pädagogischen Tag wird noch entschieden.

    Die Terminierung einer Verabschiedung der Stufenkonzeption steht noch nicht fest.

    3.4 Ergebnisse weiterer Arbeitsfelder

    Zu den folgenden Arbeitsfeldern haben sich in der Vergangenheit Arbeitsgruppen gebildet.
    Ihre Ergebnisse sind Grundlage schulischer Weiterentwicklung. Sie können nicht als abgeschlossen bezeichnet werden, da unter sich verändernden Rahmenbedingungen bestehende Konzepte immer wieder überarbeitet werden. Arbeitsgruppen werden bei Bedarf aktiviert.

    Arbeitsfeld Schulhofgestaltung

    Finanziert und umgesetzt wurden bisher viele künstlerische Projekte, die Erweiterung des Schulhofs und die damit verbundene Neugestaltung des Schulgartens und vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Pausengestaltung gerade auch für schwächere Schülerinnen und Schüler (siehe Anhang: Schaubild – Schulhofskizze).

    Arbeitsfeld Projektwoche

    Ein Konzept wurde 2002 erarbeitet und 2005 evaluiert und verändert. Die Ergebnisse daraus bilden seither die Grundlage von Projektwochen.

    Arbeitsfeld Bistro

    Wechselnde räumliche Bedingungen machten konzeptionelle Veränderungen des Schülerbistros notwendig. Die zwischenzeitliche Umstrukturierung zur „Rollenden Theke“ konnte 2006, nach Fertigstellung der neuen Schülermensa, wieder aufgehoben werden. Regelmäßig einmal wöchentlich bietet die Berufsorientierungsstufe Frühstück an und übernimmt auch zu anderen Anlässen die Bewirtung.

    Arbeitsfeld Arbeitsgemeinschaften (AGs)

    Das Angebot von AGs für Schülerinnen und Schüler während und nach dem Unterricht wurde zunehmend erweitert und den wechselnden Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler sowie den personellen Möglichkeiten angepasst.

    Arbeitsfeld Landheimaufenthalte

    Die Gesamtkonferenz hat eine Vereinbarung zur Planung und Durchführung von Landheimaufenthalten und Klassenfahrten beschlossen, die im Schulprogramm manifestiert wurde (siehe Anhang: Vereinbarungen zur Planung und Durchführung von Klassenfahrten).

    Arbeitsfeld Förderpläne

    Die Arbeitsgruppe zum Thema Förderpläne arbeitet intensiv an der Entwicklung neuer und verbesserter Dokumentationsmöglichkeiten. Zuletzt wurden die Förderpläne den neuen Richtlinien angepasst.

    Arbeitsfeld Schulhofsicherheit

    Um den unterschiedlichen Ansprüchen verschiedener Schülergruppen gerechter zu werden, wurden Zonen und Regelungen für den Fahrradverkehr festgelegt.

    Arbeitsfeld Skifahrten

    Ein Konzept für die Durchführung von Skifreizeiten liegt vor (siehe Anlage: Schnee- und Skifahrten an der Christoph-Graupner-Schule). Der Personenkreis der qualifizierten und zertifizierten Pädagoginnen und Pädagogen erweitert sich.

    Arbeitsfeld Krisenmanagement

    Das Krisenteam der CGS besteht seit Februar 2008. Es setzt sich zusammen aus:

    Es greift in absoluten Notfall-und Gefahrensituationen (z.B. Amok, Sturmwarnung, etc.). Die Abläufe sind vorgegeben. Ein Notfall- und Krisenplan ist ausgearbeitet.

    Das Präventionsteam besteht aus qualifizierten Lehrkräften der Schule und der Schulsozialarbeit.

    Es arbeitet vorbeugend in den Bereichen:

    Die Risikoeinschätzungsgruppe besteht aus:

    Sie berät und entscheidet bei „Gefahr in Verzug“ und ist in diesem Fall umgehend zu informieren. Sie entscheidet aufgrund der Sachlage die weitere Vorgehensweise (Einbezug externer Partner, wie Jugendamt, Polizei, etc).

    Arbeitsfeld Schulhausgestaltung

    Die Umgestaltung der Freifläche II wird von einer Arbeitsgruppe geplant. Als erster Schritt wurden veraltete und sperrige Gegenstände wie Holzhaus und Zerrspiegel entfernt. Neue Spielgeräte und Sitzlandschaften sollen angeschafft werden. Der Umfang der Umgestaltung ist abhängig von der baulichen Zukunft der Schule.

    Arbeitsfeld Religionsunterricht

    Seit 2013 werden zusätzlich zum Religionsunterricht des Schulpfarrers weitere Angebote mit religiösen Inhalten durch drei Lehrerinnen mit missio canonica und vocatio angeboten.

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